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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Konzertkritik: Mordvinov zeigt enorme technische Brillanz

15.03.2012

CLOPPENBURG Das dritte Konzert der Reihe „Weltklassik am Klavier“ in der Katholischen Akademie Stapelfeld hat jetzt der im In- und Ausland bereits sehr gefragte russische Konzertpianist Mikhail Mordvinov bestritten. Der 34-Jährige wurde bekannt als Sieger des Robert-Schumann-Wettbewerbs Zwickau 1996 und des Franz-Schubert-Wettbewerbs Dortmund 1997.

Mordvinov begann sein Konzertprogramm mit einer Auswahl aus dem Zyklus „Lieder ohne Worte“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847/op.62 und op.67), in denen der Komponist, da er Worte als oft unzureichend und unpräzise empfand, auf wunderbare Weise tiefe Gedanken und Empfindungen ausdrückte. Diese Stücke wirken schlicht, stellen aber hohe musikalisch-technische Anforderungen. Mordvinov meisterte sie durch seine zupackende, dynamische, bis ins pianissimo intensive Anschlags- und ausgefeilte Pedaltechnik mit Bravour. Er verstand es, Melodie, Charakter und Aussage auf eine für die Zuhörer faszinierende Art herauszuarbeiten, besonders fiel das auf beim „Venezianischen Gondellied“, beim „Frühlingslied“ und beim „Spinnerlied“, wo seine zum Teil ineinandergreifenden Hände dem Flügel rasant perlende Töne entlockten.

Im „Rondo capriccioso“ op. 14 vom selben Komponisten zeigte er ebenfalls enorme technische Brillanz und musikalisch-dynamische Ausdrucksstärke.

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Im zweiten Teil des Konzertes ließ Mordvinov mit den bekannten „Bildern einer Ausstellung“ seines Landsmannes Modest Mussorgski (1839 bis 1881) ein weiteres romantisches Meisterwerk erklingen, zu dem der Komponist durch zehn Zeichnungen des Architekten und Malers Viktor Hartmann inspiriert wurde. Durch das ausdrucksstarke, brillante, ja fulminante Spiel des Pianisten erstanden „Das alte Schloss“, „Der Ochsenkarren“, „Die Katakomben von Rom“ oder „Die Hütte der Hexe Baba-Jaga“ direkt vor den Augen der Konzertbesucher. Wer bis dahin nur die spätere Orchesterfassung von Maurice Ravel (1875 bis 1937) kannte, dürfte sehr beeindruckt gewesen sein. So hörte man denn auch nach dem letzten Bild „Das Heldentor von Kiew“, in dem der Pianist sogar große und kleine Glocken zum Klingen brachte und alle klanglichen Möglichkeiten des kleinen Flügels ausschöpfte, kurz vor Ausbruch des lang anhaltenden begeisterten Beifalls ein bewunderndes „Unglaublich!“ aus dem Publikum. Mordvinov bedankte sich, indem er ankündigte, er wolle „noch etwas Kleines“ spielen: Es erklang das lebhafte, spritzige „Moment musical“ in f-moll von Franz Schubert, womit dieser wunderbare Abend seinen Abschluss fand.

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