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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Museum fiebert Entscheidung entgegen

24.07.2010

ELISABETHFEHN Die Stiftung „Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn“ hat beim Museumsverband Niedersachsen/Bremen einen Antrag auf Museumsregistrierung gestellt. Eine Kommission aus Museumsexperten besuchte jetzt die Einrichtung am Fehnkanal, um zu überprüfen, ob das Museum die für die Zertifizierung erforderlichen Kriterien erfüllt. Bis Oktober/November will die Jury nach Angaben von Museumsleiter Dr. Gustav Schünemann mitteilen, ob der Antrag Erfolg hat. „Wir sehen der Entscheidung mit Spannung entgegen. Für unser Museum wäre das ein großer Schritt“, sagt Schünemann.

Eine Zertifizierung sei besonders bei der Beantragung öffentlicher Fördergelder für das Museum hilfreich. Ebenso würden sich dank staatlicher Anerkennung leichter Sponsoren finden, ist sich Schünemann sicher. Nach der Überführung des Museums von Vereinsbesitz in eine Stiftung wäre die Registrierung der nächste Meilenstein für die Einrichtung am Fehnkanal.

Um den Ansprüchen der Jury zu genügen, musste auch ein neues Museumskonzept her. Teil des Konzeptes ist der Einzug von Digitaltechnik. So gibt es im Museum demnächst Digitalbilder und Kurzvideos, die über die Geschichte des Torfabbaus in der Region aufklären sollen. Die Fahrzeuge und Maschinen im Außengelände sollen unter anderem künftig zum Teil geschützt unter einer Überdachung präsentiert werden, so der Museumsleiter.

Zum neuen Konzept gehört auch eine Überarbeitung der Informationsbroschüren. Zudem wurden die Museumsmitarbeiter in Kursen in Sachen Museumsmanagement und der Restauration und Präsentation von Gegenständen geschult.

Rund 110 000 Euro benötigt das Museum laut Schünemann im Jahr, um halbwegs über die Runde zu kommen. Etwa 60 000 Euro erhält das Museum insgesamt jährlich an Fördermitteln vom Landkreis und den Gemeinden Barßel und Saterland. Weitere Einnahmequellen sind für das Museum Eintrittsgelder, der Verkauf von Souvenirs und Spenden vom Förderverein. „Wir müssen sehr mit dem Geld haushalten“, betont der Museumsleiter.

Derzeit bietet die Einrichtung nicht nur für Torfgeschichtsinteressierte einiges, sondern auch für Naturfreunde. Besonders stolz ist Schünemann den Besuchern die seltene Schwanenblume und das Moorglöckchen präsentieren zu können. Und auch die übrigen Moorgewächse wie Blutwurz oder Königsfarn machen aus dem Museum nicht nur einen Platz zum entdecken, sondern auch einen Ort, um die vielfältige und heimische Natur in vollen Zügen zu genießen.

an der „Deutschen Fehnroute“ bei den „Dreibrücken“ liegt das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn. Das Museum ist in einem 1896 erbauten Kanalwärterhaus und in einem typischen Fehnhaus errichtet worden. Es bietet eine Sammlung und ausführliche Informationen über Moor, Torf und Fehn. Auf einer 1,5 ha großen Freifläche ist ein Moorlehrgarten eingerichtet. In dem „Fehnhaus“ des Museums finden jährlich wechselnde Sonderausstellungen statt. Derzeit wird die Ausstellung „Entwicklung der industriellen Torfgewinnung im Oldenburger Land“ gezeigt.

ist dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 Uhr bis 18 Uhr (bis Ende Oktober) sowie nach Anmeldung geöffnet. Weitere Infos unter Telefon  04499/2222 sowie im Internet unter

Thomas Neunaber
Barßel/Saterland
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2902

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Moor- und Fehnmuseum

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