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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Musical gegen Hass in der Welt

11.08.2005

CLOPPENBURG /VECHTA CLOPPENBURG/VECHTA - „Licht aus, Spot an!“ Auf der Bühne der Stadthalle Cloppenburg herrscht aufgeregtes Treiben. Die Proben für „Crossing the line“ mit Schülerinnen der Liebfrauenschule Vechta laufen auf Hochtouren. „Das Stück ist aufgebaut wie eine Revue, ist also eine Mischung aus Musical, Theater, Tanz, Gesang und Moderation“, erklärt Stephanie Seelhorst, 18 Jahre und „Musical-erfahren“.

In „Crossing the line“ wird der „Kreuzkampf“ 1936 im Oldenburger Münsterland thematisiert. Das nationalsozialistische Terrorregime wollte per Erlass aus allen staatlichen Gebäuden, und damit auch aus den Schulen, religiöse Symbole, Bilder und besonders die Kreuze verbannen. Das scheiterte aber an heftigen Protesten in der Bevölkerung.

„Crossing the line“ will nicht nur den erfolgreichen Widerstand widerspiegeln, sondern Mut machen, Grenzen zu überschreiten und die eigene Angst zu überwinden. „Wir haben bewusst kein historisch genaues Abbild der damaligen Geschehnisse gewählt“, betont deshalb Uwe Salewski, Lehrer und verantwortlich für die Liedtexte. „Viel wichtiger war uns die Frage, was Bekenntnis und Religion heute bedeuten. Unsere Texte richten sich nicht nur gegen Nazis, sondern generell gegen Hass in der Welt.“ Die historischen Daten seien zwar vorgegeben und würden in den Szenen verarbeitet. Hinter jedem Lied stehe jedoch eine Kernfrage, die die Brücke zur Gegenwart schlage. So stellt der Song „Sunday wouldn’t be the same“ die Frage, was wäre, wenn es plötzlich keine Kirche und keine Religion mehr gäbe?

Aus Improvisation entstanden die Szenen, aus denen Schülerinnen und Lehrer das einstündige Bühnenstück erarbeitet haben. Gespielt wird in Deutsch und Plattdeutsch. Die Texte werden aber auch synchron in Englisch über das Bühnenbild projiziert. Musikalisch werden die jungen Schauspielerinnen von professionellen Musikern begleitet. Allen Beteiligten liegt die Nachhaltigkeit der Aufführung am Herzen. „Der Zuschauer soll sich fragen: For what would I cross the line?“ (Wofür würde ich die Grenze überscheiten?), wünscht sich Robert Eilers, Lehrer und Komponist. Zu sehen ist das Stück am kommenden Sonnabend im Rahmen des Regionaltreffens um 11, 12.30, 14.30 und 16 Uhr in der Stadthalle. Der Eintritt ist frei.

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