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Aktualisiert vor 20 Minuten.

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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Weihnachtspostämter erhalten Briefe aus aller Welt

23.12.2019

Nikolausdorf /Himmelpforten /Himmelsthür Zehntausende von Kindern aus dem In- und Ausland haben Wunschzettel an die drei Weihnachtspostämter in Niedersachsen geschickt. In Himmelpforten im Kreis Stade seien bislang rund 28 000 Briefe eingegangen, sagte Maike Wintjen, Sprecherin der Deutschen Post. Bis kurz vor Weihnachten würden aber noch weitere 4000 Briefe erwartet. Etwa 26 000 Schreiben kämen aus dem Inland, 1000 aus dem Ausland. „Bei rund 1000 Briefen fehlt leider der Absender, sodass wir nicht antworten können“, erklärte Wintjen.

27 routinierte ehrenamtliche Helfer beantworten die Weihnachtspost. Die Wünsche der Kinder umfassten die gesamte Bandbreite: Je nach Alter wünschten sich die Jungen und Mädchen Bauklötze, Puppen oder Technik, aber auch Frieden – und dass die Oma wieder gesund werden soll, sagte Wintjen.

Mehr als 21 000 Briefe aus 45 Ländern sind in Himmelsthür, einem Stadtteil von Hildesheim, angekommen. „Wir haben unter anderem Post aus Afrika, Asien, Australien und Amerika bekommen, eben aus allen Kontinenten“, sagte Jens Osterwald, Sprecher der Deutschen Post. Rund 1500 Briefe stammten aus Taiwan. Aus Hongkong hätten diesmal auch etliche Erwachsene geschrieben, die den Kanal nutzten, um auf die politische Lage aufmerksam zu machen. Mit sieben Helfern hat Osterwald die Briefe beantwortet. „Viele Kinder wünschen sich Schnee und eine weiße Weihnacht“, sagte er.

Knapp 6000 Briefe sind in Nikolausdorf im Kreis Cloppenburg eingegangen. „Die Post kommt überwiegend aus Deutschland, einige Briefe aber auch aus Übersee“, sagte Hubert Weddehage, der das Weihnachtspostamt leitet. Etwa 600 bis 700 Briefe hätten Kinder aus Russland und Taiwan geschickt.

„Viele Kinder lassen sich von der Werbung leiten - sie schneiden die Artikel mit Bestellnummer aus“, erzählte Weddehage. Aber auch Zeichnungen mit Puppen, Weihnachtsmann und Nikolaus erreichten das Weihnachtspostamt. Manches sei traurig, sagte Weddehage: „Kinder, deren Eltern in Scheidung leben, wünschen sich den Papa wieder. Und ein Kind hat sich nur Frieden gewünscht“. In diesen Fällen versuche er mit seinem Helfern Trost zu spenden.

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