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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Jubiläum: „Papst Franziskus baut der Ökumene viele Brücken“

07.03.2017

Stapelfeld Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ hatte die Katholische Akademie Stapelfeld den Oldenburger Bischof Jan Janssen sowie den Offizial und Weihbischof Wilfried Theising (Vechta) zu einem Gespräch über Martin Luther sowie die Reformation und Ökumene eingeladen. Dr. Marc Röbel, Pfarrer von Heilig Kreuz in Stapelfeld, und Kreispfarrer Michael Braun moderierten. Überdies beantworteten die Bischöfe Fragen aus dem Publikum. Ökumene, zeigten sich beide einig, sei sehr wichtig und im Oldenburger Land weit fortgeschritten.

Bereits als Theologiestudenten haben sie sich intensiv mit der jeweils anderen Konfession beschäftigt. Janssen besuchte in Münster katholische Religionskurse. Theising belegte in Wien evangelische Seminare. Berührungsängste hege er nicht, sagte Theising.

„Unterschiede bereichern. Und heute kennen wir beide die Situation, dass wir mit unseren Konfessionen im Oldenburger Land mal in der Mehrheit, mal in der Minderheit sind“, ergänzte Janssen. Trotz ihres Amtes und der Verwaltungsaufgaben fühlten sie sich vorrangig als Seelsorger.

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Ob Luther ein Reizthema für sie sei, fragten Röbel und Braun. Für Janssen war es vor allem die negative Einstellung des Reformators zum Judentum, Theising nannte Luthers häufige Polemik. Positiv sehe er ihn hingegen im Bereich der Rechtfertigungslehre, wenn es um das Verhältnis zwischen Mensch und Gott gehe. Da helfe ihm Luther und seine Theologie sehr. Was sie mit Luthers Frau Katharina von Bora verbinden? Theising nannte die Mütterlichkeit, „die fehlt uns gerade in der katholischen Kirche. Wir sind eine stark von Männern geprägte Kirche.“ Für Janssen ist mit Katharina von Bora nicht nur das evangelische Pfarrhaus entstanden, sondern die Ehe zwischen dem früheren Mönch und der Ex-Nonne habe für die Frauen ein Stück Lebensordnung geschaffen.

Die Konfessionen gingen heute so unverkrampft miteinander um wie noch nie, zeigten sich die Bischöfe einig. Und dennoch gebe es Trennendes. Dazu gehörten vor allem die Frage des Abendmahls und das Amtsverständnis. Das allerdings, so räumte Janssen ein, sei auch in den evangelischen Kirchen nicht einheitlich.

Das Papstamt, die Fokussierung auf eine Spitze und die Unfehlbarkeitslehre sei lange ein Hindernis für Ökumene gewesen, erklärte er. Doch der heutige Papst Franziskus baue der Ökumene viele Brücken. Ob ihn die fehlende Anerkennung der evangelischen Kirchen durch den Papst störe, fragte ein Zuhörer. „Nein“, meinte Janssen, darauf seien sie nicht angewiesen. Man bitte auch nicht um die eigene Anerkennung.

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