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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

„Pflegen unsere Muttersprache“

26.04.2013

Friesoythe „Im Kindergarten sind die Kinder im absolut richtigen Alter, um mit dem Erlernen der plattdeutschen Sprache anzufangen“, sagt Maria Hogeback. Seit fünf Jahren bietet die 52-jährige Thülerin im „Haus für Kinder Grüner Hof“ in Friesoythe einen wöchentlichen Plattdeutschunterricht für Kinder im Vorschulalter an.

„Wir pflegen unsere Muttersprache – es liegt mir am Herzen, dass diese schöne Sprache erhalten wird“, betont Maria Hogeback. Sie sei selbst mit der plattdeutschen Sprache groß geworden. „Bevor ich die Schule besuchte, konnte ich kein Wort Hochdeutsch“, erzählt die gebürtige Thülerin. „Das Angebot ist für beide Gruppen verpflichtend“, sagt die 52-Jährige, die auch in der Hospizarbeit ehrenamtlich tätig ist. In einem Morgenkreis erzählten ihr die Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren auf Hochdeutsch, was sie erlebt hätten. „Ich setzte das dann auf plattdeutsch um“, berichtet die staatlich geprüfte Wirtschafterin. Zu Beginn behandle sie die Zahlen von eins bis zehn. „Das ist am einfachsten.“ Außerdem übe sie mit den Kindern häufig Gedichte, Lieder, Theaterstücke und kleine Einlagen. Die würden zum Beispiel bei der Weihnachtsfeier des Kindergartens aufgeführt. Beliebt seien bei den Kindern vornehmlich Lieder – zum Beispiel „Greun, greun, greun sind alle miene Kleeder“. Die Kleinen seien leicht für Naturthemen zu begeistern. „Toll kommen vor allem Wandern und Wald an“, berichtet sie.

„Es ist schön, sich im Kindergarten einbringen zu können, denn die Kinder sind hierfür sehr empfänglich“, sagt Maria Hogeback. In den beiden Gruppen in diesem Jahr sei kein Kind, dass von zu Hause aus Plattdeutsch sprechen konnte. Im vergangenen Jahr habe ein Kind Saterfriesisch sprechen können. „Das war schon etwas Besonderes“, stellt Hogeback fest.

Die plattdeutsche Sprache sei sehr wichtig, findet die 52-Jährige. „In Pflegeberufen ist es zum Beispiel vorteilhaft, mit alten Leuten plattdeutsch zu schnacken“, sagt sie. Pflegebedürftige fühlten sich dann gleich viel wohler.

Matthias Geusen
Volontär
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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