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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

KONZERT: Pianist galoppiert über 88 Flügeltasten

08.12.2007

CLOPPENBURG Sein Publikum am Schlafittchen packen und an sich binden: Eine entsprechende Geste von Joja Wendt spiegelte die Absicht seines Konzertprogrammes „Mit 88 Tasten um die Welt“ am Donnerstag in der Stadthalle in Cloppenburg wider. Die 450 Besucher waren von Beginn an auf der Seite des Virtuosen, der auf den 88 Tasten des Flügels hervorzaubert, was „eigentlich gar keiner spielen kann“.

Die scheinbar überhöhte Selbstdarstellung des Hamburgers zieht sich durch den Abend, bis das Publikum ihm die Arbeit abnimmt. Und auch das gehört zu seinem Programm: Wer vorne sitzt, hat selber Schuld. Hubert, ein Musiklehrer, wird zum „Mantelhalter“ degradiert, und Annemarie wird zur Glockenbedienerin. Von der Videokamera eingefangen und für alle auf Großleinwand projiziert, schlägt sie auf die Hotelglocke, wann immer Wendt mit dem Kopf nickt – während er selbst „Typewriter“ von Leroy Anderson anschlägt. Das Arrangement ist perfekt aufgebaut, jede Pointe sitzt. Selbst ein fotografierender Fan erhält seine Chance: „Weggucken bringt gar nichts, dann nehme ich Sie erst recht dran“, droht der Meister von der Bühne.

Neben der Unterhaltung, bei der es etwas zu lernen gab, wurde auch Musik geboten. Unterstützung erhielt Joja Wendt dabei von Thomas Biller am Kontrabass und Kay Bussenius am Schlagzeug. Die Reise führte um die Welt und brachte Erstaunliches zutage: einen vertrackten Elf-Achtel-Takt einer mongolischen Komposition anlässlich eines Pferderennens zum Beispiel. Eigentlich benötige er ein Spezialinstrument, aber na ja…. Der Pianist lässt die Pferde so schnell über die schwarz-weißen Tasten galoppieren, dass er „geblitzt“ wird, während die Saiten von Biller wiehern und die Hufe übers Schlagzeug trappeln. Alle drei Musiker zusammen am Flügel erleben die Cloppenburger bei Tschaikowskis „Nussknacker-Suite“. Eine Interpretation für sechs Hände, bei denen ständig die Sitzposition geändert wurde. Dass Bassist und Schlagzeuger ihr eigenes Instrument ebenfalls bestens beherrschen, stellten sie jeweils in einem Solo unter Beweis. Der Sturm der Begeisterung sorgte für reichlich Zugaben am Schluss.

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Wer das Konzert verpasst hat, wird irgendwann eine zweite Gelegenheit erhalten, denn Wendt versprach den Cloppenburgern ein Wiedersehen.

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