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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Priesterstuhl und Ambo stehen zur Abholung bereit

07.02.2014

Bokelesch Der Priesterstuhl und der Ambo (Lesepult) für die Johanniterkapelle in Bokelesch sind bereits seit Ende vergangenen Jahres fertig. Eigentlich hätte beides bereits eingeweiht werden sollen, teilte am Donnerstag der Vorsitzende des Fördervereins „Johanniterkapelle Bokelesch“, Gerd Olling, auf Nachfrage der NWZ  mit.

Mehrfach angeschaut

Dies solle nun bald nachgeholt werden. „Derzeit befindet sich der Pastor in Afrika. Vorher klappte es mit der Einweihung nicht durch den Umzug in das neue Pfarrzentrum“, sagte Olling, „am 21. Februar kommt er wieder. Am 22. wollen wir dann einen Termin dafür finden, wann die Einweihung in der Kapelle stattfinden kann“. So lange bleiben Priesterstuhl und Ambo noch bei der Tischlerei Mödden in Scharrel.

Wie berichtet, hatte der Förderverein vom Mühlenverein Friesoythe eine 500 Jahre alte Eiche gespendet bekommen, aus der beides gefertigt wurde. Der Verein, der die reinen Herstellungskosten übernimmt, hatte sich die Arbeiten mehrfach angeschaut. „Das war eine mühselige Arbeit“, sagte Olling. Bei der Begutachtung des Holzes sei zu Beginn festgestellt worden, dass das Holz feucht war.

Vor der Trocknung habe es in Streifen geschnitten werden müssen. „Von dem Holz, was verwendbar war, waren 80 Prozent Abfall“, sagte Olling.

Nach Feierabend

Zahlreiche Stunden Arbeit hatte nach Feierabend Tischlermeister Manfred Mödden in den Bau gesteckt. Die Zeichnungen hatte Franziska Kramer, die Enkelin des ehemaligen Vorsitzenden des Mühlenvereins, Hans Kramer, angefertigt. Sie studierte Architektur an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

Ebenso hatte sich der „Förderverein Johanniterkapelle“ wie berichtet darum bemüht, dass die Reliquie des Kardinals Clemens August Graf von Galen in die Johanniterkapelle überführt wird. Noch immer schlummert sie im Kirchentresor bei der Kirchengemeinde St. Jakobus.

„Allmählich wird es Zeit“, sagte Vorsitzender Olling. „Ich hoffe, dass die Überführung noch dieses Jahr passiert. Ob das klappt, weiß ich nicht. Der Pastor ist an der Sache dran“, erklärte er.

Aufgegeben habe man indes die Idee, sich ein Taufbecken von der Kirchengemeinde Barßel für die Johanniterkapelle zu leihen, auch wenn dort keine Taufen stattfinden sollen. Ein Taufbecken habe es nie in der Kapelle gegeben. Und das bleibe nun auch so.

Keinen Platz

„Die Kirchengemeinde Barßel würde uns das Becken zwar zur Verfügung stellen, aber es gibt dafür einfach keinen Platz in der Kapelle“, meint der Vorsitzende des Fördervereins, vor allem auch in Hinblick auf die Weihnachtszeit, in der die Krippe einen großen Platz einnehmen würde.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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