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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Prinzliche Stippvisite in St. Cäcilia

30.01.2013

Bösel „Ich kann mir das Konzert hier sehr gut vorstellen.“ Henri Schmidt lässt den Blick durch den Altarraum der St.-Cäcilia-Kirche schweifen: „Links vom Altar steht dann ein Konzertflügel, auf der Treppe vorne sitzen die Sänger auf ihren Hockern und da hinten rechts kommt das Schlagzeug hin.“ Henri Schmidt muss es wissen, er kennt sich aus mit Konzerten. Schließlich ist er von Beruf Prinz. Nein, keiner von blauem Blut. Sondern einer mit Musik im Blut. Henri Schmidt ist einer der Sänger der Band „Die Prinzen“. Und die geben am 8. September, am Sonntag der diesjährigen Euro Musiktage, ab 18.30 Uhr ein Konzert in dem katholischen Gotteshaus.

Ortstermin am Altar: Sänger Henri Schmidt steht da mit Mathias Dietrich, einem der Musiker der Band, Tourmanager André Koppelt, Pfarrer Stefan Jasper-Bruns, Küster Alfred Nordenbrock und Euro-Geschäftsführer Julius Höffmann. Es wird geplant, ein wenig diskutiert – zum Beispiel über die Toilettenfrage – und am Ende steht fest: „Wir können weitere 150 Karten für das Konzert verkaufen, der Platz reicht“, verkündet Julius Höffmann. 600 Tickets waren bisher in den Verkauf gegangen. Das Konzert galt nach wenigen Tagen als ausverkauft – jetzt tun sich neue Chancen für Fans der Prinzen auf.

Das Konzert in St. Cäcilia soll ein typisches Konzert der Prinzen werden. Und irgendwie auch nicht. „Es wird ein Popkonzert der Prinzen. Alle Hits werden gespielt, darauf kann man sich verlassen“, verspricht Henri Schmidt. Aber auch kirchliche Lieder werden Eingang in das Programm finden. Für die Bandmitglieder kein ungewohntes Terrain – schließlich können die meisten Prinzen auf eine Vergangenheit im Leipziger Thomanerchor verweisen. Und: Vergangene Kirchenkonzerte waren bisher immer ausverkauft. Da wird Bösel keine Ausnahme sein. Aber: In St. Cäcilia aufzutreten, wird auch für die Prinzen etwas besonderes sein. „Es ist eine große Ausnahme, in einer katholischen Kirche spielen zu dürfen“, sagt Henri Schmidt. Oft schon seien Konzertanfragen für katholische Kirchen am Widerstand vor Ort gescheitert. In Bösel beteiligt sich die Kirche an den Euro Musiktagen – Pfarrer Stefan Jasper-Bruns ist schon gespannt auf das Konzert.

Zwischen 24 und 28 Liedern werden an dem Abend gespielt, Teile des Konzerts werden von den Sängern a capella gestaltet. „Da entsteht eine Nähe zum Publikum, die man sonst nicht hat“, so der Sänger. Schließlich trennen Besucher und Band nur wenige Meter. Henri Schmidt weiß aber auch, dass die Besucher eines Konzerts in einer Kirche meist etwas zurückhaltend in den Abend starten: „In der ersten halben Stunde stehen die Leute erst mal auf der Bremse. Aber wir haben es auch schon erlebt, dass sie ,Ein Tag, so wunderschön wie heute’ lauthals mitgesungen haben.“

Es war übrigens ein Pfarrer, der die Popgruppe erstmals in ein Gotteshaus holte, erzählt Henri Schmidt: „Wir bekamen Post von Pfarrer Stephan Eichner aus Osterwieck. Er wollte, dass wir unbedingt ein Konzert in seiner Gemeinde geben. Er ist quasi der Erfinder der Kirchentournee und besucht uns noch regelmäßig bei Konzerten.“

Henri Schmidt ist zufrieden, als er St. Cäcilia verlässt: „Ich bin sehr angetan.“ Korbach ist an diesem Dienstag das nächste Ziel der Prinzen. Auch dort wird eine Kirche besichtigt. Dann geht es weiter nach Dortmund – insgesamt werden zwölf Kirchen an vier Tagen besucht. Ein Kirchenkonzert im Rahmen der Euro Musiktage gibt’s nur in Bösel.

Die 150 Resttickets für das Konzert werden bei EP Zemke in Bösel verkauft.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/cloppenburg 
Anja Biewald
Berne/Lemwerder
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2321

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