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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

„Wir leben für den Karnevalsverein“

09.11.2018

Ramsloh Mit dem Sturm auf das Ramsloher Rathaus am Samstag vor dem 11.11 läuten die Karnevalisten im Saterland jedes Jahr die neue Session ein. Für die Karnevalsgesellschaft (KVG) Ramsloh wird sie diesmal eine ganz besondere sein. Denn im kommenden Jahr kann der Verein bereits auf sein 60-jährige Bestehen zurückblicken. Das soll dann natürlich auch närrisch gefeiert werden – vom 22. bis zum 24. Februar mit dem Kinderkarneval, dem Galaabend und dem großen Umzug durch den Ort.

Angefangen hat alles im Jahre 1959, als sich Friedrich Henken, Max Babel und Gerd Block in Ramsloh trafen und beschlossen, die KVG zu gründen. „Das genaue Datum ist nicht bekannt, da es kein Dokument mehr dazu gibt“, sagt der heutige 1. Vorsitzende Michael Schmidt, der zusammen mit seiner Frau Stephanie Schmidt derzeit das Prinzenpaar der KVG bildet. Stephanie Schmidt ist zudem Schriftführerin.

Erster Umzug

Zu Beginn seien die drei Gründer noch ein wenig belächelt worden, heißt es in der Vereinschronik. Aber schon bald zogen andere Ortschaften im Saterland nach. Schon bald hatte die KVG 50 Mitglieder. Erster Präsident war von 1959 bis 1962 Gerhard Block.

Zwischen 1967 und 1970 fand der erste Karnevalsumzug in Ramsloh statt – damals noch ohne den Sater-Ems-Carneval-Club (SECC) Scharrel und den Carneval-Club Sedelsberg (CCS). Diese Vereine wurden später gegründet, der SECC 1970 und der CCS 1971.

Nach dem ersten Umzug zählte die KVG bereits stolze 300 Mitglieder. Dreimal musste der Umzug in den vergangenen Jahren allerdings ausfallen. 1979 war eine starke Schneeverwehung der Grund, 1987 das 25-jährige Priesterjubiläum des damaligen Pfarrers Franz Wittrock sowie 1991 der Golfkrieg.

Hatten 1990 nur 53 Gruppen an dem Umzug teilgenommen, waren es Mitte der 90er Jahre bereits 100 Wagen und Fußgruppen. In diesem Jahr waren es 120.

Veränderte Auflagen

Die KVG von 1959 bis heute

Die Präsidenten: 1959 bis 1962: Gerhard Block 1963 bis 1970: Heinz van Westen 1971 bis 1979: Erich van Westen 1980 bis 1983: Gerd Block 1984 bis 1994: Heinz Böckmann 1995 bis 2001: Rigobert Naber 2002 bis 2008: Frank Fresenborg 2008 bis 2013: Hermann Tellmann 2013 bis heute: Michael Schmidt

Die Sitzungspräsidenten: 2007 bis 2011: Frank Fresenborg 2012 bis 2014: Stephan Straub 2015 bis 2016: Karsten Fugel 2017 bis heute: Karsten Fugel und Frank Fresenborg

Der heutige Vorstand: 1. Vorsitzender: Michael Schmidt 2. Vorsitzender: Timo Reck Moderatoren: Karsten Fugel und Frank Fresenborg Schatzmeisterin: Eva Prahm Schriftführerin: Stephanie Schmidt Kassierer: Mark Cole und Frank Hillen ZBV-Mann: Gerold Böhmann

Weitere Ämter: Fahnenträger: Ralf Luttmann Zeremonienmeisterin: Heidrun Hemmen Stratmann

Wie Michael Schmidt sagt, hätte sich mittlerweile die Auflagen für die Gruppen stark verändert. So müssen um die Wagen jeweils immer vier Personen mitlaufen. Sie kennzeichnen den Sicherheitsbereich. Zudem muss immer ein Notarzt vor Ort sein. Die Tennishalle soll im nächsten Jahr als Behandlungsraum dienen.

„Die Kontrollen werden immer schärfer, und es wird finanziell schwieriger für uns“, sagt Schmidt. Sehr hohe Kosten kommen auf die Karnevalisten zu. Früher habe der Umzug selber noch viel Geld eingebracht, mit dem der Galaabend finanziert worden sei. In den vergangenen fünf Jahre habe sich das aber verändert und es sei nun genau anders herum. „Wir kommen immer plus/minus Null heraus“, sagt der Vorsitzende.

Aufgrund neuer Auflagen wird auch die Versammlung der Umzugsteilnehmer bereits in diesem Jahr sein, damit sie genug Zeit für die Vorbereitungen haben. Die Anmeldung für den Umzug kann ab Ende November erfolgen. Dieses Mal soll der Umzug beim Barselkeweg in Ramsloh und nicht beim Landgasthof Dockemeyer starten.

Grund ist eine Beschwerde eines Anwohners. Dort gebe es aber auch mehr Platz für die Gruppen. Dadurch, dass die Gemeinde die Mootzenstraße/Schulstraße verkehrssicherer macht, wird auch der Zugang zum Festplatz für die Gruppen im nächsten Jahr ein anderer sein.

Aber auch sonst hat sich einiges bei der KVG im Laufe der Zeit gewandelt. 1973 musste man für die Veranstaltungen erstmals in ein beheiztes Zelt ausweichen, da das damalige Vereinslokal zu klein geworden war. 1981 wurde ein Frauenelferrat gegründet. 1978 traten erstmals prominente Gäste auf: das Gesangsduo Pat und Paul.

Seit 1993 an vier Tagen

Ab 1993 fand der Karneval an vier Tagen mit einem Jugendtanz am Freitag statt. 2002 wurde das Karnevalsfest in zwei Zelten gefeiert. Seit 2003 wird der Galaabend am Freitag gefeiert, der Jugendtanz fand zunächst noch Samstag statt. Letzteren gibt es jedoch jetzt nicht mehr. 2012 wurde dann die Zusammenarbeit mit einem neuen Zeltwirt beschlossen und das Konzept geändert. „Die Leute wollen heute mehr Show und Party“, sagt Schmidt. Seit 2013 ist der Verein gemeinnützig. Die KVG zählt heute circa 200 Mitglieder.

Die Wochen vor dem Fest herrsche Marathon-Arbeit, sagte Stephanie Schmidt. Ständig würde das Telefon klingeln. „Wir leben dafür und stehen voll und ganz hinter dem Verein. Sonst würde alles gar nicht funktionieren“, ist sich das Prinzenpaar einig.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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