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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Regenten auf Schultern ins Zelt getragen

03.08.2015

Friesoythe Keine halbe Stunde hat es am Sonntagnachmittag gedauert, bis der Adler aus seinem Horst fiel. Nachdem recht schnell Krone und Zepter abgeschossen waren, gaben acht Schützen abwechselnd Schüsse auf den Adler in 23 Metern Höhe ab. Da es in diesem Jahr nur einen Königsanwärter gab, schossen auf dem Appellplatz alle für Holger Peters von der Kompanie Wasserstraße. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Spektakel hinter der Absperrung.

Um 16.25 Uhr hieß es dann: Holger Peters ist neuer König der Friesoyther Schützengilde. Es folgten zahlreiche Gratulationen. Danach trugen die Schützen ihren König unter lautstarkem Jubel ins Festzelt an der Thüler Straße. Peters tritt somit die Nachfolge von Bernhard Dedden (Moorstraße) an, der 2014 Schützenkönig wurde.

Beim Adlerschießen und auch bereits beim Aufmarsch am Mittag in der Stadtmitte herrschte bestes Sommerwetter. Um 14 Uhr hatten sich die Schützen bei ihren vier Kompanien Lange Straße, Wasserstraße, Moorstraße und Kirchstraße gesammelt, um dann gemeinsam mit ihren Hauptleuten zum Marktplatz auszurücken. Tausende Zuschauer standen dabei Spalier.

Angetreten waren für die Kirchstraße 217 Schützen, für die Moorstraße 111 Schützen, 150 Schützen für die Wasserstraße sowie 136 Schützen für die Lange Straße. General Theo Vahle und Adjutant
Aloys Arkenau schritten die Kompanien ab. Danach wurde der Magistrat mit Bürgermeister Sven Stratmann, seinem Stellvertreter Bernhard Möller sowie Schatzmeister/Schriftführer Walter Beckmann begrüßt. Anschließend ging es zu den Klängen des Blasorchesters Friesoythe, des Musikvereins Altenoythe, des Blasorchesters Thüle sowie des Musikvereins Harkebrügge zum Appellplatz.

Ehrengast des Schützenfestes war Dariusz Bekisz, Bürgermeister von Friesoythes polnischer Partnerstadt Swiebodzin. „Wir haben die Gelegenheit, das Schützenfest einmal mitzuerleben und sind begeistert“, sagte Bekisz und Dolmetscherein Magdalena Wlodarczyk übersetzte bei der Begrüßung der Gildevertreter, der Musikvereine und der Polizei im alten Rathaus. „Bei uns wird diese Tradition nicht gepflegt“, so der Bürgermeister weiter. Zwar gebe es einen Schützenverein, dieser sei aber viel kleiner. „Macht die nächsten 600 Jahre so weiter“, sagte Bekisz. Etwas zu schmunzeln gab es im alten Rathaus auch, als Johannes Liebsch, Hauptmann der Kompanie Kirchstraße, gerade die Stärke der angetretenen Kompanien melden wollte. Als er aufstand, ging plötzlich aus unerklärlichen Gründen der Feuermelder los. Als er sich schnell wieder hinsetzte, verstummte der Melder wieder. Beim nächsten Versuch verlief aber alles reibungslos.

Bekisz trug sich ins Goldene Buch der Stadt Friesoythe ein. Auch Geschenke wurden übergeben. So gab es für Bürgermeister Stratmann einen Adler mit den Wappen der Partnerstädte Friesoythe und Swiebodzin. Für Bekisz hielt Stratmann ein Bild bereit. Dieses hatte ein Flüchtling gemalt.

Für Stratmann ist das Schützenfest – wie berichtet – das erste in seiner Funktion als Chef der Gilde. Er zeigte sich begeistert vom Marsch durch die Stadt. „Wir haben tolle Klänge gehört“, lobte er auch die Musikvereine.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-muensterland 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/cloppenburg 
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Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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