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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Reise durch die Siedlungsgeschichte            der Stadt

07.02.2015

Cloppenburg Ein Holzpokal mit rot bemaltem Rand, so fragil, dass er eingefroren werden musste, damit er unbeschadet für weitere Untersuchungen konserviert bleibt. Ein hübsch bearbeiteter Fingerhut, Holz- und Keramikschalen, Scherben oder auch eine vollkommen erhaltene Glasflasche: Nur einige von etlichen Artefakten, die die Grabungshelfer um den Archäologen Dirk Dödtmann in den vergangenen Monaten und Jahren auf den Baustellen im Stadtgebiet, so unter anderem an der Mühlen- und Osterstraße, ans Tageslicht befördert haben.

Angesichts der zahlreichen Funde, lädt der Heimatverein Cloppenburg für Donnerstag, 19. Februar, um 19.30 Uhr zu einem Foto-Vortrag unter dem Motto „Vom Stadttor bis zur Ratskapelle – Cloppenburger Siedlungsgeschichte im archäologischen Befund“ ein. Die Veranstaltung wird im Ratssaal im Rathaus der Stadt Cloppenburg – Neubau, erster Stock, Fahrstuhl vorhanden – ausgerichtet. Der Eintritt ist für alle Besucher frei.

Von 2012 bis 2014 fanden in dichter Folge mehr als ein Dutzend bodendenkmalrechtliche Voruntersuchungen, archäologische Grabungen sowie baubegleitende Notgrabungen auf unterschiedlichen Grundstücken im gesamten Stadtgebiet statt. Einen ersten Überblick über die zahlreichen Funde und Befunde, die dabei zu Tage traten, wird Klaus Steinkamp geben, der als vom Landesamt für Denkmalpflege zertifizierter, ehrenamtlicher Grabungshelfer aktiv im Team um Archäologe Dödtmann bei der Forschungsarbeit dabei war.

Unter anderem wird Steinkamp anhand von Fotografien die Funde von Musketenkugeln, Armbrustbolzenspitzen sowie Brandhaken, aber auch von Silbermünzen, vergoldeten Besteckteilen, venezianischen Gläsern oder auch importierten Gebrauchskeramiken sowie aufwendigen Bleiverglasungen erläutern und die Gäste des Vortrags mit auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte Cloppenburgs nehmen. Darüber hinaus rücken gefundene Überreste städtischer Bauten (Ratskapelle, Stadttor oder auch Festungsgräben) in den Blick.