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Jugendspielmannszug: Ruck soll durch Verein gehen

11.11.2015

Friesoythe Das Aufrütteln zeigte Wirkung, die Vereinsauflösung ist zunächst abgewendet: Wegen einer schweren Krise hatte der Vorstand des Jugendspielmannszuges Friesoythe zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in die Realschule eingeladen.

„Die Übungsabende und Auftritte sind äußerst schlecht besucht, zu den Proben kommen oft nur fünf oder sechs Spieler und zwei Auftritte mussten sogar komplett abgesagt werden“, beschrieb Vorsitzender Wilfried Rolfes deutlich das Problem. Mit teils gravierenden Folgen: Das Fehlen auf dem Bundesjugendschützentag in Bösel werde noch eine Konventionalstrafe von bis zu 350 Euro nach sich ziehen.

Durch Rücktritte stehen dem Spielmannszug aktuell elf Spieler weniger zur Verfügung, als zu Saisonbeginn eingeplant waren. „Wir haben nur noch 22 Musiker, wie soll es weitergehen?“, fragte Rolfes mehr rhetorisch. Denn eine Fortsetzung der Arbeit sei durchaus möglich, setzte er seinen Aufruf fort, sofern alle jetzigen Aktiven bei der Stange blieben.

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Rolfes machte Mut für eine bessere Zukunft und fügte hinzu, dass er den Verein, der seit 40 Jahren bestehe, der sehr viele Jugendliche zu Musikern ausgebildet habe, der große Erfolge gefeiert habe, nicht gerne auflösen würde. Den guten Besuch der Versammlung, unter anderem mit allen 22 Musikern, wertete er als ein gutes Zeichen. Das Thema Vereinsauflösung – zu der mit Fragezeichen eingeladen worden war – war damit vom Tisch und es wurde die Zukunft des Vereins ins Auge gefasst.

Rolfes unterbreitete den Vorschlag, einen Arbeitskreis zu gründen, der sich um Probleme kümmern und die Musiker bei Auftritten und Übungsabenden betreuen soll. Dafür fanden sich spontan freiwillige Eltern und Aktive. Neben dem Vorsitzenden Rolfes und seinem Stellvertreter Christian Timme wurden Kai-Vincent Meyer, Kerstin Bünnemeyer, Ruth Timmermann, Silke Pohl und Monique Böckmann in das Gremium gewählt.

Die Mitteilung, dass drei Kinder des Elementarkurses eine Ausbildung im Verein anstrebten und zudem eine ausgebildete Kraft ab dem Frühjahr zur Verfügung stehe, vergrößerte die Zuversicht weiter. In einer intensiven Diskussion wurde beschlossen, für das nächste halbe Jahr keine Auftritte mehr zu absolvieren, sondern sich intensiv der Ausbildung neuer Stücke zu widmen. Die Zeiten der Übungsabende und die Einzelförderung der Jüngsten sollen zudem optimiert werden.

Übungsleiter Alexander Malinovski von der Kreismusikschule verwies noch einmal auf den positiven Einfluss der musikalischen Ausbildung auf die Entwicklung und die schulischen Leistungen von Kindern. Kassenwart Bernd Rieken sprach sich für eine intensive Mitgliederwerbung durch persönliches Ansprechen von Freunden, Nachbarn und Verwandten aus.

Die Mitglieder dankten dem Vorsitzenden Rolfes für sein großes Engagement über Jahre und versicherten ihre Unterstützung. Alle waren sich einig: Es muss in Ruck durch den Verein gehen.

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