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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

26 Mitglieder Nach Hessen Gefahren: Saterländer Volkstanzgruppe bei Europeade

27.07.2019

Saterland /Frankenberg Als Botschafter saterfriesischen und norddeutschen Brauchtums sind in der vergangenen Woche insgesamt 26 Volkstänzerinnen und Volkstänzer der Volkstanzgruppe Saterland zu Gast bei der 56. Europeade in Frankenberg/Eder (Hessen) gewesen. Verstärkt wurde die Gruppe von acht Mitgliedern von Tanzgruppen aus Aurich und Jever sowie zwei Akkordeonspielern.

Über die Europeade

Die Europeade ist das größte europäische Trachten- und Folklorefestival und wurde 1953 von Flamen in Belgien ins Leben gerufen. Sie beweist jedes Jahr aufs Neue, dass sowohl ein kultureller Austausch, als auch ein friedvolles Nebeneinander verschiedener Kulturen möglich ist. Die Europeade ist kein Wettkampf mit Gewinnern und Verlierern, sondern sie bietet eine schöne Gelegenheit, über Landesgrenzen hinweg alte Freunde zu treffen und neue Gruppen kennen zu lernen.

Jedes Jahr findet die Veranstaltung in einem anderen europäischen Land statt. In diesem Jahr war Deutschland Gastgeber. Die Stadt Frankenberg an der Eder in Hessen hatte zur 56. Europeade eingeladen. Circa 5000 Teilnehmer aus 211 Gruppen aus über 40 europäischen Regionen hatten die Einladung angenommen.

Die Volkstanzgruppe Saterland blickt zurück auf die Teilnahme an Europeaden in Dänemark, Schweiz, Litauen, Estland, Südtirol, Italien, Deutschland, Portugal, Schweden und Polen.

Frankenberg ist eine kleine Stadt mit etwa 11  000 Einwohnern. „Es war beeindruckend, so viele Volkstänzer in ihren Trachten in der Stadt tanzen und singen zu sehen. Ganz Frankenberg war eine Bühne“, sagte Elfriede Deeken, Leiterin der Volkstanzgruppe Saterland. Ihren großen Auftritt hatte die Gruppe bei der Eröffnungsveranstaltung in der Arena, bei der rund 110 Gruppen vor etwa 5000 Zuschauern Tänze ihrer Länder aufführten. Nach der offiziellen Begrüßung tanzten alle deutschen Gruppen (insgesamt 43 Tanzgruppen) gemeinsam die Sternpolka und blieben anschließend bei der Übergabe der Fahne von Tänzern aus Viseu (Portugal) an die Tänzer aus Frankenberg auf der Tanzfläche.

Im Laufe des Abends repräsentierten die Saterländer gemeinsam mit dem Volkstanzkreis Winsen (Luhe), dem Folklore-Arbeitskreis Nordheide- Elbmarsch, den Börd Heeßler Danzers und de Brunswiker Tanziuts das Bundesland Niedersachsen. Alle Gruppen tanzten gemeinsam ein speziell zusammengestelltes Potpourri regionaler Tänze. „Da hat sich das wochenlange Üben gelohnt“, stellte Elfriede Deeken erfreut fest. Lampenfieber und Nervosität waren wie weggeblasen und das Publikum sparte auch nicht mit Applaus.

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Mehrere Straßenauftritte sorgten dafür, dass das Saterland auch in Hessen bekannt wird. Bei diesen jeweils 30-minütigen Auftritten wurde die Gruppe von ihren Musikern Julian de Vries (Kleve) und Dieter Schnittker (Bad Zwischenahn) begleitet. „Musik aus der Konserve ist bei diesem Fest nicht zugelassen“, sagte Elfriede Deeken.

Den auftrittsfreien Tag nutzte die Gruppe für eine Stadtführung und eine Wanderung in die Umgebung.

Am Tag danach sorgte ein Unwetter mit Donner, Blitz und Hagel dafür, dass der große Festumzug mit mehr als 211 Gruppen bereits nach der Hälfte abgebrochen werden musste. Nach der Abschlussveranstaltung einen Tag später, bei der die übrigen Gruppen Tänze ihrer Länder zum Besten gaben, wurde gemeinsam ausgelassen getanzt.

Untergebracht waren die Saterländer in vier Räumen einer Kaserne. Geschlafen wurde auf Feldbetten. „Das ist immer wieder gewöhnungsbedürftig für unsere Leute, immerhin sind wir alle zwischen 55 und fast 80 Jahre alt“, sagte Elfriede Deeken mit einem Schmunzeln. Und der „Urlaub“ müsse auch selbst bezahlt werden, „Zuschüsse gibt es von keiner Seite“, so die Leiterin weiter.

Trotzdem, da waren sich die Tänzer einig, war es wieder einmal ein großartiges Erlebnis und ein guter Beitrag zur Völkerverständigung.

Auf alle Fälle will die Tanzgruppe aus dem Saterland auch an der 57. Europeade in Kleipeda (Litauen) im August 2020 teilnehmen.

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