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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Es gibt viel Arbeit zu bewältigen

12.10.2017

Scharrel Mal handgeschrieben, mal am Computer getippt und mal gibt es sogar ein gemaltes Bild dazu: Zahlreiche Zettel lagen am Dienstag auf dem großen Tisch im „Seelterfräiske Kulturhuus“ in Scharrel. Dort hat sich die Jury mit Silvia Kanne, Gretchen Grosser, Conrad Niemeyer, Johanna Evers, Anne Wilkens und Ingeborg Remmers getroffen, um die eingereichten Beiträge für den ersten „Seelter Skrieuwerpries“ zu besprechen.

Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens hatte der Heimatverein „Seelter Buund“ zu diesem saterfriesischen Schreibwettbewerb unter dem Motto „Din Täkst foar dät Seelterlound“ aufgerufen. Einsendeschluss war der 4. Oktober. Und die Resonanz kann sich durchaus sehen lassen. „Es ist eine ganz Reihe an Texten eingegangen“, freute sich Johanna Evers. In der ersten Kategorie, Schüler bis 14 Jahre, haben 15 Kinder Texte eingesandt. Auch ein Gedicht ist dabei. Überwiegend, so Johanna Evers, hätten sich Kinder aus Scharrel und Ramsloh beteiligt.

Preisverleihung am 28. Oktober

Der Seelter Buund feiert am Samstag, 28. Oktober, ab 18 Uhr mit Mitgliedern und Ehrengästen sein 40-jähriges Bestehen. An dem Abend findet auch die Preisverleihung des Schreibwettbewerbs statt. Bei den Schülern warten auf den ersten Sieger 100 Euro, auf den zweiten 60 Euro und auf den dritten Sieger 40 Euro. Der Erstplatzierte bei den Erwachsenen erhält 200 Euro, der Zweitplatzierte 120 Euro und der Drittplatzierte 80 Euro.

In der zweiten Kategorie, junge Leute und Erwachsene von 14 bis 100 Jahren, sind es 20 Texte, darunter zwei Gedichte. Zwei Personen hätten sich sogar mit zwei Texten beteiligt. Bei der Kategorie kämen die Teilnehmer aus allen Ortschaften des Saterlandes. Und auch Heinz Amberger aus der Pfalz sowie Saterlands Ehrenbürger und Sprachforscher Pyt Kramer aus Mildam im niederländischen Friesland haben sich beteiligt. Kramer gründete Wikipedia auf Saterfriesisch. Amberger arbeitet mit an der Internetseite.

Ganz unterschiedlich ist bei beiden Kategorien, wie lang die Texte/Gedichte sind. Mal sind sie eine halbe Seite lang, mal umfassen sie mehr als eine Seite. Eine Schreiberin hat sogar fünf getippte Seiten eingereicht. Überwiegend würden die Texte davon handeln, was jemand selber erlebt habe oder eine interessante Geschichte, die jemandem erzählt worden sei, sagte Johanna Evers. Zum Beispiel handeln Texte davon wie etwas früher war und heute ist oder vom Leben auf dem Land und der Stadt. Auch Traum-/Fantasiegeschichten sind dabei.

Bei der Bewertung durch die Jury stehe vornehmlich der Inhalt im Vordergrund. Auch wird darauf geachtet, wie die literarische Leistung ist. Wortwahl, Satzverbindungen und Verknüpfungen und die Ausdrucksstärke, wie etwas und was rübergebracht wird, sind Kriterien. Nicht so eine große Rolle spielen die sprachlichen Fähigkeiten, sagte Johanna Evers. Dennoch werde auch danach ein wenig geschaut.

Jeder konnte die Texte im Saterfriesisch der eigenen Wahl verfassen. Probleme bereiten der Jury allerdings beim Durchlesen Wörter, die abgewandelt wurden. Das ist auch etwas schwierig für das geplante Buch, das für 2018 aus den Texten erstellt werden soll. Da müssen die Grammatik und die Rechtschreibung vernünftig sein. Darum soll jeder Teilnehmer ein Schreiben bekommen, mit dem er unter anderem bestätigt, dass der Text diesbezüglich leicht verändert werden darf. Jeder bekommt später ein Buchexemplar geschenkt.

Die Sieger werden am 28. Oktober im Schulzentrum Saterland bekanntgegeben. Dann feiert der Heimatverein sein 40-jähriges Bestehen. Bis dahin hat die Jury aber noch viel Arbeit zu bewältigen. Denn es ist gar nicht so einfach, aus den vielen schönen Texten die Sieger zu ermitteln.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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