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Aktualisiert vor 32 Minuten.

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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Hase seit 50 Jahren immer dabei

03.05.2019

Scharrel /Sedelsberg Aus einer spontanen Idee wurde ein beliebtes Ritual: Seit 50 Jahren treffen sich die Kolpingmitglieder zum Maigang mit „Hasen auf zwei Rädern“. So trafen sich acht Mitglieder der Kolpingfamilie Scharrel auch dieses Mal wieder am 1. Mai morgens in einer Partyhütte in Scharrel. Bisher wurde alljährlich ein Maigang unternommen. Zum 50-jährigen Jubiläum trafen sich die „alten Hasen“ – immerhin sind bis auf eine Person alle 80 Jahre und älter – zum gemeinsamen Frühstück.

Bei den Maigängen der Kolpinger aus Scharrel und Sedelsberg dabei ist auch immer ein „Hase“. Die Idee dazu entstand am 24. April 1969, als die Kolpingfamilien Scharrel und Strücklingen ein gemeinsames Quiz veranstalteten. Als Quizmaster fungierte der damalige Präses Vikar Richard Büssing. Jeweils zwei Kandidaten aus Scharrel und Strücklingen mussten Tiere erraten. Als ein Känguru erraten werden musste, fragte Kandidat August Pahlke aus Sedelsberg ob das Tier etwa so groß sei und deutete mit der Hand eine Höhe von etwa einem Meter an. Büssing bejahte die Frage. Nachdem die drei anderen Kandidaten befragt worden waren und Pahlke wieder dran war, fragte er, ob das Tier ein Hase sei. Daraufhin gab es schallendes Gelächter. Einige Kolpinger forderten Pahlke auf, ihnen solch einen großen Hasen zu zeigen. Er reagiert schlagfertig und bot an, ihnen am 1. Mai einen solchen Hasen zu präsentieren. Voraussetzung sei es, morgens um 6 Uhr bei ihm zu erscheinen.

Hatte dies zunächst niemand richtig ernst genommen, waren die Kolpinger dann doch überrascht, als sie dann vor Pahlkes Haus einen ein Meter großen Hasen – allerdings aus Pappe – entdeckten. Das wurde dann feierlich begossen. Und auch die Kolpinger in Sedelsberg wurden aufgesucht. Gegen Mittag war man bei allen zehn Vereinsmitgliedern in Sedelsberg gewesen. Dies wurde dann jährlich wiederholt. Nach zwei, drei Jahren hatte sich eine feste Gruppe von 15 Kolpingmitgliedern gebildet, die abwechselnd in Scharrel oder Sedelsberg ihren Maigang von Haus zu Haus der Mitglieder machten. Später wurde der Maigang auf Wanderwege ausgedehnt.

Mittlerweile ist die Gruppe kleiner geworden. Zwischenzeitlich sind mit Anton Sander, Hermann Thoben, Gerd Behne, Heinz Büter, Josef Laing, Heinrich Kröger und Hans Janßen einige Mitglieder verstorben.

Für die Wanderungen wurde dann auch ein neuer Hase angefertigt „auf zwei Rädern“ zum Ziehen und mit Halterungen für Getränkeflaschen und Gläser. Der Original-Papphase wurde mit den Unterschriften aller bisher Beteiligten aufbewahrt. Alle fünf Jahre dürfen auch die Ehefrauen mit dabei sein – so auch dieses Mal.

Zudem steht in Scharrel auch wieder ein 25 Meter hoher Maibaum nach bayrischer Tradition. Die bayrische Maibaumpflege haben die „Beelzebuben“ in der norddeutschen Tiefebene eingebürgert. Mittlerweile besteht die Gruppe der „Beelzebuben“ mit Walter Schulte, Wilfried Kuhl, Wilhelm Thoben, Heiner Schulte, Wilhelm und Johann Hilwers, Heinrich Pörschke, Heinz-Gerd Klären und Karl-Heinz Wolke seit über 30 Jahren.

Kurz vor dem 1. Mai stellen sie den Maibaum beim Seelterfraiske Kulturhuus auf. Den Baum zieren die Wappen aller Scharreler Vereine sowie der Nordkreiskommunen. Seitlich angebracht sind Figuren mit Motiven der Saterländer Trachten, der Mühle, der Kirche, der Ziegelei, eine Fronleichnamsprozession, ein Bierwagen, die Symbole der Handwerksleute und ein Motiv der „Beelzebuben“. So ist der Maibaum bei vielen ein beliebtes Fotoobjekt. Bis Oktober wird er den Ort zieren.

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