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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Gesellig ap Seeltersk plaudern

27.04.2018

Scharrel Vor acht Jahren haben Adelheid und Alfred Pörschke vom Heimatverein Saterland (Seelter Buund) auf Wunsch von Teilnehmern aus den Seelter-Sprachkursen den Seelter Stammtisch ins Leben gerufen. Seitdem treffen sich Seeltersk Sprachinteressierte und Heimatinteressierte jeweils am zweiten Sonntag im Monat von 10.30 bis 12 Uhr im Seelterfräiske Kulturhuus in Scharrel.

„Die gesellige Runde hier im Bahnhof war schon mal größer“, erzählt Elisabeth Sibum, die mittlerweile den Stammtisch leitet. Sie hat die Leitung nach dem Tod von Gründerin Adelheid Pörschke im Mai 2016 übernommen. Derzeit sind es bis zu 13 Teilnehmer, die sich regelmäßig einmal im Monat treffen. Gesellig und lustig ist die Runde, die hier bei Tee und Kuchen zusammen sitzt, plaudert und erzählt. Ab und an gibt es auch einen Tropfen „Hubertus“.

Drei Teilnehmer aus den ehemaligen Sprachkursen mit Adelheid Pörschke sind auch heute noch Stammmitglieder. Sie kommen aus dem benachbarten Ostfriesland und fühlen sich hier in der Runde der Saterfriesen hervorragend aufgenommen. So kommt die heute 79-jährige Agathe van Rüschen, deren Mutter Saterfriesin und deren Vater Ostfriese war, gern in diese Runde, um etwas über die Heimat ihrer Mutter zu erfahren.

Aber auch den 53-jährigen Wolfgang Bunger aus Backemoor im Landkreis Leer interessiert die saterfriesische Sprache und natürlich auch die Geschichte der kleinsten Sprachinsel Europas, des Saterlandes. Seine Großmutter stammt aus Hollen und so ist er als Kind schon mit dem Saterfriesischen in Berührung gekommen, wenn er zu Besuch bei Verwandten im Saterland war. „Ich verstehe das Saterfriesische gut und kann es auch teilweise sprechen“, sagt Wolfgang Bunger, dem die übrigen Stammtischmitglieder zustimmen.

Der 84-jährige Wilhelm Holtmann aus Idafehn-Süd ist ein gebürtiger Saterländer. „Ich verstehe zwar alles auf saterfriesisch, aber wenn ich es sprechen möchte, spreche ich sehr langsam, da ich immer wieder lange überlegen muss, wie einzelnen Wörter heißen“, schildert er.

Und mit dem Böseler Professor Hermann Gelhaus hat die gesellige Runde einen weiteren Teilnehmer, der kein Saterfriese ist. „Ich habe in der Zeitung von diesem Seelter Stammtisch gelesen und so erfahren, dass hier jeder willkommen ist. Ich selber kann kein Saterfriesisch, denn wir haben zu Hause mit den Geschwistern nur platt gesprochen, aber ich möchte die saterfriesische Sprache gern ein bisschen kennen- und verstehen lernen“, sagt der Sprachwissenschaftler, der auch mehrere Bücher als Autor herausgegeben hat. Seit drei Jahren kommt der 79-jährige regelmäßig in diese Stammtischrunde.

Die übrigen Teilnehmer sind alle Saterfriesen. „Wir sprechen auf saterfriesisch oder auch auf plattdeutsch, lesen Texte und Döntjes auf Saterfriesisch von Gretchen Grosser oder plaudern über dieses und jenes, was die einzelnen Teilnehmer gerade interessiert“, betont Elisabeth Sibum, die gerne weitere Stammtischmitglieder begrüßen möchte. Jeder, der Interesse an unserem Seelter Stammtisch hat, ist in der Runde willkommen.

Der nächster Stammtisch findet am Sonntag, 13. Mai, um 10.30 Uhr im Seelterfräiske Kulturhuus statt. Interessierte Personen können sich auch telefonisch bei Elisabeth Sibum (Telefon 04492/459) melden.

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