• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Rickey Paulding verlängert um zwei Jahre!
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 4 Minuten.

Ewe Baskets Oldenburg
Rickey Paulding verlängert um zwei Jahre!

NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Schriftstück spaltet Meinungen

23.04.2015

Barßel Steht Borsla tatsächlich für Bösel oder doch für Barßel? Dieser Frage ist Heimatfreund Heinz Scheele aus Barßel jetzt nachgegangen. Er möchte sich nicht damit abgeben, dass ein einzelnes Dokument zugunsten des Ortes Bösel interpretiert wurde und so auch die Namensgebung der Böseler „Borsla-Vereinigung“ nachträglich legitimierte.

„Diese Deutungsweise können wir Barßeler Heimatforscher nicht akzeptieren. Was nicht passt, wird passend gemacht“, meint Scheele. Ob mit der alten Ortsbezeichnung Borsla Bösel oder Barßel gemeint war, sei nach derzeitigem Forschungsstand nicht zweifelsfrei nachzuweisen. Trotzdem stellte im Januar 2015 der Archivar des Vechtaer Offizialates, Peter Sieve, endgültig fest: Borsla steht für Bösel. Die Frage nach der Zuordnung bleibe bei den zahlreichen Heimatkundlern und Historikern weiterhin umstritten, meint der Barßeler Heimatforscher.

Neben Dr. Wolfgang Bockhorst vom Westfälischen Archivamt in Münster habe auch das mittlerweile verstorbene Ehrenmitglied des Bürger- und Heimatvereins Barßel, Josef Möller, nach Studium der geschichtlichen Dokumente festgestellt, dass die unterschiedlichen Lehnsherren – in Barßel die Tecklenburger Grafen und später der Bischof von Münster und in Bösel die Edelherren von Lippe – überhaupt nicht beachtet worden seien, so Scheele. Dies heiße, dass alle Borsla/Borsele/Bersele-Urkunden nur auf Barßel bezogen worden seien. „Die unterschiedlichen Schreibweisen haben zusätzlich zur Verwirrung beigetragen“, erklärt das Beiratsmitglied im Vorstand des Bürger- und Heimatvereins Barßel, „in der sogenannten ,Gisela-Urkunde’ – 1080/88 war es Borsla, 1320 Borsele, 1407 Borzell - 1482 Boisel, 1508 Bersele und Börssell, 1535 Boesell, 1613 Bersell, 1651 Bassel“.

Möllers sorgfältige Recherchen hätten keine Beweise ergeben für die These, dass Borsla mit Barßel zu identifizieren wäre. Sondern er verweise in seinem Nachlass darauf, dass die Literatur, die sich mit der Urkunde von 1080 beschäftigt, weitere verwandte Ortsnamen enthalte, nämlich Börstel, Burland und Burstel.

Scheele will sich auch damit nicht abfinden, dass zwischenzeitlich der aus Friesoythe stammende Archivar Peter Sieve sich mit dem Thema „Friesoyther Bürger als Lehnsträger“ beschäftigt hat. Unter anderem auch mit dem „kleinen Zehnten von Bösel“.

Im Rahmen seiner Nachforschungen beruft sich Sieve nun auf eine Urkunde von 1407 aus dem Gutsarchiv Daren. Der Edelherr Johann zu Diepholz erwähnt dort den Zehnten von Borzell in dem Kerkspele to Oythe.

Sieve werte die hier nachgewiesenen diepholzischen Anrechte am Böseler Zehnt, den der Osnabrücker Bischof Benno II. einer Ahnfrau des Diepholzer Edelherrschaftsgeschlechtes übergeben hat, als Indiz dafür, dass mit dem 1080 erwähnten Zehnten von Borsla Bösel gemeint ist, so der 74-jährige Barßeler Heimatkundler.

Das will er so nicht weiter hinnehmen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.