• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

35 Musiker hören bewusst hin

13.02.2019

Stapelfeld Etwas über das bewusste Hören haben zahlreiche Besucher des achten Kirchenmusiktages Nordwest in der Katholischen Akademie Stapelfeld gelernt. 35 Organisten, Kantoren sowie Scholaleitungen von Kinder-, Jugend- oder Kirchenchören aus dem Offizialatsbezirk Vechta und den Dekanaten des Bistums Osnabrück waren zu dem eintägigen Treffen unter Leitung der Regionalkantoren Stefan Decker (Vechta) und Johannes Schäfer (Twistringen) gekommen.

„Ich habe ein sehr gutes Gehör, aber ich bin froh, dass es kein absolutes Gehör ist“, so Decker. Dieses könne eine Qual sein, wenn ein Chor einen Ton tiefer oder höher singe als geplant oder eine historische Orgel nicht richtig gestimmt sei.

„Anders als die Augen, die wir schließen können, können wir unser Gehör nie abstellen“, so Decker. Es funktioniere schon beim Ungeborenen und meist bis zum Tod. Mit Atem- und Resonanzübungen zeigte er, Geräusche und den Schall anders wahrzunehmen. Gesungene Texte müssten als Sprechtexte geübt werden, denn wie beim Sprechen erzeuge auch beim Singen eine unterschiedliche Betonung unterschiedliche Bedeutungen, erzählte er. Gut lasse sich das an Psalmen erkennen, die manchmal bedrückende Mittelteile hätten, aber über die Stimmlage immer hoffnungsfroh enden würden. „Die Hoffnung stirbt also nie“, meinte Decker.

Grundlegend Handwerkliches boten an dem Tag die Workshops Stimmbildung und Orgelspiel. Aber auch in anderen Workshops ging es praktisch zu: Einer zeigte, wie Vorsänger die musikalische Gottesdienstgestaltung bereichern. Im anderen ging es um grundlegende Hör- und Musikerfahrungen. Als zusätzliche Dozenten hatten Decker und Schäfer die Kirchenmusiker Maria Laux (Holdorf) und Udo Honnigfort (Delmenhorst) nach Stapelfeld geholt.

Sie komme immer wieder gerne zu dem Kirchenmusiktag, sagte Gabriele Tardeck (68) aus Rastede. Seit zehn Jahren spiele sie in ihrer Gemeinde Orgel, lange habe sie einen Chor geleitet. „Diese Treffen sind eine große Motivation für mich, weiterzumachen und die Gemeinde mitzureißen.“ Ähnlich beurteilte es auch Günter Wagner (61) aus Bruchhausen-Vilsen bei Twistringen. Die Übungen zur Stimmbildung machten ihn sicherer, sagte der langjährige Scholasänger und Leiter von Wortgottesdiensten. Er wisse jetzt, wo die Fallstricke beim Chorgesang lägen.

Neue Ideen für eine gute Gottesdienstgestaltung hat Julian Henke (22), Organist und Kantor aus Lindern, nach eigenen Angaben bekommen. „Die Workshops zur Gehörbildung und Chorleitung haben mich richtig weiter gebracht.“

Sie habe noch nie so viel mitbekommen über das Spektrum der verschiedenen Stimmen, bestätigte auch Doris Böckmann-Luchs (57), Sängerin in einem Cloppenburger Kirchenchor.

„Der Kirchenmusiktag zeigt uns, dass wir nicht alleine sind“, dankte Udo Honnigfort Decker für dessen letztmalige Organisation. Gerade in der Diaspora sei es wichtig zu wissen, dass es noch viele andere Kirchenmusiker gebe.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.