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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Tradition: Streit um Kirchen und Wölfe

27.06.2016

Emstek Ganz im Zeichen der Gemeinde Goldenstedt hat die 25. Sitzung des Gogerichts am Sonnabend gestanden. Nicht nur, dass deren Bürgermeister Willibald Meyer (CDU) als Gograf fungierte, es ging auch um zwei Goldenstedter Fälle.

Als der Gerichtsschreiber Ludger Brokamp die Schöffen und „Kornoten“ in den „Umstand“ berufen hatte, wurde der historische Fall verhandelt. In Goldenstedt gab es seit 1650 ein Simultanem mixtum, bei dem katholische und evangelische Gläubige die katholische St.-Gorgonius-Kirche nutzten. So feierte Pfarrer Hermann Wernsing den Gottesdienst, während der protestantische Küster Heinrich Wessels das Geläut und den Gesang verantwortete.

Das führte zu Problemen, wie sich in der Verhandlung zeigte. Sollte die katholische Messe durch den lutherischen Küster gestört werden? Zeugen, von der Haushälterin des Küsters bis zum Schuster Feldhaus, sagten aus. Schließlich beriet der „Umstand“ den Sachverhalt. Das Ergebnis verkündete der „Urteilsweiser“: Der katholische Pfarrer möge sich mit dem Fürstbischof in Verbindung setzen, und einen katholischen Organisten einstellen.

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Vor dem Aufrufen des zweiten Falles verlieh die Interessengemeinschaft (IG) Altes Gogericht dem früheren Landes-Landwirtschaftsminister und Vechtaer Ex-Bürgermeister Uwe Bartels den Desum- Ehrenteller. „Du hat viel für unsere Region geleistet“, begründete der IG-Vorsitzende Georg Meyer-Nutteln die Auszeichnung. Bartels bedankte sich mit den Worten: „Es hat viel Freude gemacht, mich für unsere Region einzusetzen.“

Als bei der Verhandlung des zeitgenössischen Falls zwei Schafe in den „Umstand“ geführt wurden und die Schäfer Timo Barth, Henning Kolshorn und Bodo Wessel auftraten, war klar, dass es um das Wolfsproblem ging. Die Schäfer stellten die Schwierigkeiten dar. Die Lösungen, wie sie auch die hohe Politik in Hannover verkünde, führen ihrer Ansicht nach nicht unbedingt zu Lösungen. Der „Urteilsweiser“ legte die Probleme bei der Urteilsfindung dar. Der „Umstand“ zeigte sich uneins. Letztlich forderte er, den Wolf als Unruhestifter zu entfernen Auch solle das Land aufgefordert werden, Entschädigungen unbegrenzt und in voller Höhe zu zahlen.


Mehr Informationen auch unter   www.gogericht-auf-dem-desum.de 

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