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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Stricken für den guten Zweck

22.02.2016

Cloppenburg Berge von Socken, Schals und Mützen, rollende Wollknäuel, angeregte Gespräche und das fast immerwährende leise „klick-klack-klick-klack“, das den Raum erfüllt – es ist eine faszinierende Szene, die sich da im Bildungswerk Cloppenburg zeigt. Ein Seminarraum ist zur Strickfabrik umfunktioniert worden, alle Besucher sind mit Feuereifer im Einsatz für den guten Zweck: „Nadelklappern für Flüchtlinge“.

Die Aktion ist im vergangenen Jahr von der Ehrenamtsagentur Cloppenburg initiiert worden. Jung und Alt wurden aufgerufen, Socken, Schals und Mützen für Flüchtlinge zu stricken. In einer Erstaufnahmeeinrichtung finden die liebevoll gefertigten Handarbeiten dankbare Abnehmer.

„Wir sind ein offener Strickkreis, jeder ist willkommen“, erklärt Organisatorin Rita Moormann von der Ehrenamtsagentur im Gespräch mit der NWZ , während sie selbst in der geselligen Runde von 19 Frauen – Mitte 40 bis Mitte 80 – sitzt. Bei Kaffee, Tee und Keksen unterhält sich die Gruppe munter über Strickmuster und Modelle, einige stöbern in Magazinen, andere lassen die Stricknadeln nur so fliegen. „Kaum eine der Damen trinkt mehr als eine Tasse Kaffee, die Kekse werden auch kaum angerührt“, schmunzelt Moormann. Dazu bleibe keine Zeit, zu groß sei der Eifer. Da könne es auch schnell mal passieren, dass der Kaffee mit einer Stricknadel umgerührt wird.

Doch es sind nicht nur die Treffen, bei denen die Frauen die Nadeln klappern lassen. „Alle vier Wochen ein paar Socken zu stricken – das reicht ihnen nicht.“ Auch zu Hause würde unermüdlich gestrickt. Beim nächsten Treffen häuften sich die mitgebrachten Sachen dann zu riesigen Wäschebergen. Zur Zeit – so Moormann weiter – würden nur noch Socken gefertigt. „Die kann man immer gebrauchen, auch jetzt, wo es wärmer wird.“ Darüber freut sich nicht zuletzt eine 86 Jahre alte Teilnehmerin, die immer wieder gern zu den Treffen kommt. „Socken stricke ich am liebsten. Das kann ich so schön beim Fernsehen – ohne hinzugucken“, verrät sie. Bereits mit zehn Jahren habe sie ihr erstes Paar gestrickt, doch wenn sie zu den Treffen komme, hole sie sich nur Anregungen und neue Wolle. Ihre Handarbeiten fertige sie lieber zu Hause an. Gerne höre sie dabei auch Radio oder alte CDs. „Dann strickt es sich besser“, sagt die 86-Jährige. „Und wenn mir die Finger vom vielen Stricken wehtun, dann lese ich ein paar Seiten, bis es wieder geht.“

Das nächste Treffen ist für Donnerstag, 17. März, von 15 bis 17 Uhr im Bildungswerk, Graf-Stauffenberg-Straße 1-5, geplant. Alle Interessierten sind willkommen. Infos erteilt Rita Moormann unterTelefon   0 44 71/ 8 50 45 32.


     www.ehrenamtsagentur.de 
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