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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Eine Aufgabe für Generationen

13.06.2019

Strücklingen Neun Wegekreuze und zwei Mariengrotten gibt es in Strücklingen und den dazugehörigen Bauerschaften. Sie alle werden liebevoll gepflegt, betont Marlies Jakobi vom Bürgerverein Strücklingen, und nun sind sie auch noch dokumentiert.

Die Idee, das noch vorhandene Wissen über die Wege- und Hofkreuze sowie Mariengrotten in Strücklingen zu sammeln und zu dokumentieren, kam Jakobi schon vor gut zwei Jahren. Starke Unterstützung fand sie dabei in Conrad Niemeyer, der ein sehr breites Wissen über Strücklingen und seine Bauerschaften und dabei auch über die Entstehung vieler dieser Kreuze hat.

Ein besonderes Anliegen war es Jakobi dabei, auch die Menschen zu ehren und ihnen zu danken, die sich um die Kreuzanlagen liebevoll kümmern. Deshalb hatte sie jetzt alle in das Informationszentrum der Johanniterkapelle in Bokelesch eingeladen. Gut 25 Personen waren dem Aufruf gefolgt. Besonders freute sie sich, in der Runde auch Pfarrer Ludger Fischer und Bürgermeister Thomas Otto begrüßen zu können.

Einen besonderen Dank richtete Jakobi an Gloria Rietberg, die die Wegekreuze durch Fotoaufnahmen dokumentiert hatte sowie Evelyn Offenhäuser, die die gesammelten Informationen in Textform brachte. Danke sagte die Initiatorin aber auch Conrad Niemeyer für die tatkräftige Unterstützung.

Jedes dieser Wegekreuze hat seine eigene Geschichte. Die einen wurden zur Orientierung für Wanderer und Reisende aufgestellt, andere aus Dankbarkeit für gute Ernte. Einige Kreuze wurden errichtet aufgrund eines Unglücks, Todesfalls zum Gedenken. An gefährdeten Orten wurden Wegekreuze aufgestellt als Schutzsymbole vor Wetterkatastrophen oder nach schweren Unwettern, als Warnung für Fremde, oder Fürbitte, den Ort künftig zu verschonen.

Alle Kreuze haben jedoch gemeinsam, dass sie einen Ort bieten, um zu beten, zu bitten oder zu danken. Dabei werden die Wegekreuze nicht von der Kirche, sondern von Privatpersonen oder Gemeinschaften initiiert. Sie sind es auch die diese Kreuze pflegen, restaurieren und unterhalten.

Nachdem alle Wege-, Hofkreuze und die Mariengrotten fotografisch und textlich dokumentiert sind, möchte Jakobi nun eine Radroute entlang der Wegekreuze und Mariengrotten im Gemeindeteil Strücklingen entwickeln. Diese Idee stieß besonders bei Fischer auf Begeisterung. Er hatte dann auch gleich eine Idee für diese Radroute: „Wir bereiten eine Kreuzfahrt vor.“ Zudem bedankte sich der Pfarrer bei den Initiatoren für ihre Arbeit und äußerte die Hoffnung, dass die Pflege dieser Denkmale auch künftig gewährleistet bleibe.

Worte des Dankes fand auch der Bürgermeister und rief die Anwesenden auf, diese Wegekreuze wieder mehr ins Bewusstsein zu rufen. Danke gelte es aber allen zu sagen, die diese Wegekreuze errichtet haben, aber insbesondere auch denjenigen die ehrenamtlich die Pflege und Unterhaltung teilweise über Generationen hinweg leisten. „Die Wegekreuze und Mariengrotten gehören zur Identität der Menschen hier im Saterland“ betonte Otto und überreichte allen als Aufmerksamkeit eine Saterland-Tasse mit Süßigkeiten und von Jakobi gab es für jeden dann noch eine Lilie.

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