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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Theater: Studiobühne wagt sich an schwere Kost

12.06.2017

Cloppenburg Die Uraufführung des Theaterstücks „Die Chinesische Mauer“ von Max Frisch war am Freitag im Cloppenburger Kulturbahnhof zu sehen. Die Studiobühne Cloppenburg unter der Leitung von Dr. Hubert Gelhaus spielte vor (fast) ausverkauftem Haus. Nach einer zweiten Vorstellung am Sonnabend ist das Stück am Dienstag, 13. Juni, ein letztes Mal zu sehen. Um 19.30 Uhr öffnet sich der Vorhang, und die junge Gelhaus-Truppe dürfte ihr Publikum ein weiteres Mal begeistern. Karten gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Terwelp, Cloppenburg, Lange Straße 8. Sie kosten sieben Euro (ermäßigt fünf). €

Das Drama des Schweizer Autoren ist kurz nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Eindruck der Atombomben entstanden, die auf Japan fielen. Gleichwohl spielt die Farce, wie Frisch das Stück nannte, in China: Zu einer Feier zu Ehren des Kaisers sind historische Figuren eingeladen, und so entwickelt sich eine „unendliche Geschichte von großen Männern, die große Taten vollbringen wollten, und chinesischen Kaisern, die eine große Mauer bauten“, heißt es im Begleitheft zum Stück. Es entwickelt sich ein wahrhaft absurdes Theater am Hofe des chinesischen Kaisers Hwang Ti, zu dem unter anderem der römische Statthalter Pontius Pilatus gekommen ist, der Jesus seinerzeit zum Tode verurteilte. Mit dabei sind auch die Königin von Spanien, die jeden Ketzer gnadenlos dem Scheiterhaufen übergab, Don Juan Tenorio, der die Frauen der Reihe nach verführte und sie betrog, und auch der französische Kaiser Napoleon Bonaparte, der gegen Russland auszog und in Schnee und Kälte unterging. Sie alle wollen noch einmal Geschichte schreiben, heißt es weiter.

Eine fiktive Gestalt, der „Heutige“, klärt sie aber auf. Ihre Zeit sei abgelaufen, denn die Menschheit habe längst das Atom erfunden und die Wasserstoffbombe gebaut. Ein Mensch sei auf dem Mond gelandet, und das Fernsehen übertrage Großereignisse live.

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Auch dem Gastgeber, dem chinesische Kaiser Hwang Ti, geht es an den Kragen. Er hat sich einer Opposition zu erwehren, der „Stimme des Volkes“. Dabei handelt es sich um Min Ko, den stummen Sohn einer chinesischen Mutter. In ihm erkennt Hwang Ti „Die Stimme des Volkes“. Am Ende muss der Kaiser sterben.

In dem Stück geht es um den Lauf der Geschichte und ihre Wiederholungen, um die Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten etwas zu ändern, und schließlich bleibt etwas Verzweiflung, nichts tun zu können. Schwere Kost. Eine reife Leistung der Akteure.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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