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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kunst: Stumme Mahner der Geschichte

22.06.2015

Bösel Seinen Wunsch hat der Loruper Künstler Stefan Hempen klar definiert: „Mit der Mobilen Galerie möchte ich Kunst in den ländlichen Raum tragen. Sie an Orte transportieren, an denen die Kunst nicht vermutet wird.” Nun stehen seine zehn Moorsoldaten in einem Container vor der katholischen Kirche in Bösel. Die Ausstellung wurde am vergangenen Freitagabend eröffnet.

Erinnern möchte der Künstler mit den menschengroßen Holzfiguren an die Gefangenen des Konzentrationslagers Esterwegen, der so genannten „Hölle im Moor”. Eingeführt in die Ausstellung wurden die Gäste vom Künstler und Rektor der Oberschule Bösel, Herbert Bley. Er machte unter anderem auf die großen Köpfe aufmerksam, die unproportional zum Gesamtkörper stehen. „Kein Wunder, wenn ein Körper ausgemergelt ist, erscheint der Kopf größer. Der Körper verliert an Umfang und Masse”, analysierte Bley. Auffallend auch der geschlossene Mund. „Sie hätten viel zu sagen, Meinungen und Äußerungen sind jedoch verboten”, erklärte der Rektor.

Die Skulpturen des Bildhauers Hempen sind aus einheimischen Baumstämmen gehauen. Jede markiert eines der 15 ehemaligen Lager im Emsland. Fünf weitere Figuren sind in Planung. Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Juli vor der Kirche zu sehen.

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Die Moorsoldaten sind laut Bley „ein Gewinn für die Böseler Kulturszene”. Die Ausstellung war zuvor bereits im Gerhard-Marcks-Haus in Bremen, dem wohl bekanntesten norddeutschen Ausstellungshaus für Bildhauerkunst, zu sehen. Nach Bösel kamen die Holzfiguren in Zusammenarbeit mit der Oberschule, der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde. Momentan arbeiten Schüler der Oberschule im Kunstunterricht an Arbeiten zum Thema „Moorsoldaten”. Diese Ausstellung soll in rund 14 Tagen zusätzlich im hinteren Bereich der Kirche zu sehen sein.

Für den musikalischen Rahmen sorgten während der Eröffnung die Schüler Lukas Behrens (Saxophon) und Mareike Weths (Gesang). Seitens der Gemeinde wurden die Gäste vom stellvertretenden Bürgermeister Ludger Beeken begrüßt, seitens der Kirche von Bernfried Eilers.

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