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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Prävention: Telefonieren ohne Kostenfallen und Gemeinheiten

10.08.2010

RAMSLOH „Rund 90 Prozent aller Jugendlichen in Deutschland besitzen ein Handy“, sagt Jürgen Ermes, Sozialpädagoge von der Landesstelle für Jugendschutz in Niedersachsen. Gemeinsam mit seinem Kollegen, dem Diplom-Pädagogen Ulrich Engeling, informierte Ermes am Montag in einem Präventionsprojekt mit dem Titel „Handy: lieb und teuer“ Achtklässler des Schulzentrums Saterland über den verantwortungsvollen Umgang mit dem Mobiltelefon.

Telefonieren, Fotografieren, Meldungen schreiben, Filmen: Bei all den Funktionen, die heutzutage ein Handy bietet und über die die Referenten die Schüler informierten, rücken die negativen Aspekte oft in den Hintergrund. „Klingelton-Abos, das Versenden und Empfangen von SMS sowie das Telefonieren geschieht oft ohne Kontrolle bei Kindern und Jugendlichen“, weiß Jürgen Ermes aus Erfahrung. Daraus wachsen oft finanzielle und soziale Probleme für den Nachwuchs, die vermeidbar sind, wie der Pädagoge den Achtklässlern verdeutlichte.

Neben den Kostenfallen durch unreflektiert abgeschlossene Handyverträge und den ungezügelten Kauf von Klingeltönen fürs Mobiltelefon, ist die Nutzung von problematischen Inhalten wie Gewaltfilme oder Pornografie ein großes Problem beim Nachwuchs. „Viele Kinder und Jugendliche wissen nicht, dass es bereits strafbar ist, wenn man bestimmte Inhalte auf seinem Handy gespeichert hat, wie etwa Kinderpornografie“, berichtet Ermes.

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Auch das Versenden von selbst gedrehten Prügelszenen ist bei manchen Jugendlichen ein regelrechter Sport. Später werden dieser Szenen oft ins Internet gestellt und so der Öffentlichkeit bekannt gemacht. „Ich habe selbst miterlebt, wie Schüler einen Mitschüler verprügelt haben und ein anderer die Szene mit dem Handy gefilmt hat“, berichtet ein Achtklässler, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Selbst das Verschicken von Textnachrichten per Handy wird zuweilen missbraucht, um mittels negativer Meldungen andere Menschen zu mobben. „Zum Glück habe ich an meiner Schule noch kein Mobbing übers Handy erlebt“, sagt die 14-jährige Elina Beck. „Jemand über SMS zu mobben, ist doch blöd“, findet Kai Schröter. Der 14-Jährige hat seit rund vier Jahren ein Handy und nutzt das Mobiltelefon auch, um Musik zu hören. Mitschülerin Christine Butau könnte sich ein Leben ohne Handy mittlerweile gar nicht mehr vorstellen, so sehr hat sie sich an das Mini-Telefon in der Jackentasche gewöhnt. „Im Ernstfall bin ich so erreichbar, wo gibt es denn sonst noch Telefonzellen, von denen man anrufen könnte“, klagt die Hauptschülerin.

Damit es keine Probleme bei der Handynutzung durch den Nachwuchs gibt, hat Ermes fünf Tipps parat: 1. Eltern sollten ihren Kindern ein sogenanntes Prepaid-Handy kaufen. 2. Man sollte keine unbekannten Rufnummern anrufen, weil es sich um kostenpflichtige Rufnummern handeln kann. 3. Eltern sollten den Internetzugang beim Handy ihres Kindes vom Netzanbieter sperren lassen 4. Bei der Kommunikation sollten die gleichen Höflichkeitsregeln gelten wie beim sonstigen Umgang miteinander. 5. Wenn man jemanden mit dem Handy fotografiert, sollte man die Genehmigung des Abgelichteten haben.

Thomas Neunaber Barßel/Saterland / Redaktion Münsterland
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