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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

1. Rudelsingen in Thüle bringt Festzelt zum Kochen

04.06.2018

Thüle Wer beim „Rudelsingen“ an Wölfe denkt, die den Mond anheulen, der irrt: Das alternative Konzertformat besuchen Menschen, die gern und laut singen – vom Schlager bis zum Rocksong. Ob jemand dabei den Ton trifft, ist unwichtig. Hauptsache, er geht hinterher beschwingt nach Hause.

So war es am Samstagabend beim 1. Thüler Rudelsingen zum Auftakt des 86. Chorfests des Sängerbunds Concordia für den Alten Amtsbezirk Friesoythe. Der Gastgeber des Chorfestes, der Gemischte Chor Thüle, hatte sich für den Aufgalopp statt des üblichen Wunschkonzerts für das Rudelsingen entschieden. „Mal etwas ganz anderes“, sagte die Vorsitzende Petra Ziemba, und der überwältigende Zuspruch gab den Organisatoren Recht.

Etwa 450 Sangesfreudige waren in dem ansonsten so beschaulichen Thüle mit seinen rund 1000 Einwohnern außer Rand und Band. Im Festzelt neben dem Gasthof Sieger ging die Post ab. „Mit so einem Zuspruch haben wir nicht gerechnet. Es ist überwältigend und ein toller Abend“, sagte Ziemba und mischte sich wieder unter das Gesangsvolk.

Discoscheinwerfer in Orange und Lila, Stehtische, an denen Menschen lehnen und bei Bier, Cola und anderen Getränken lachen und klönen. Grundsätzlich wurde im Stehen gesungen und kräftig getanzt. Dass das hier mehr wird als ein Kneipenfeierabend, zeigen Schlagzeug, Gitarren und Mikroständer auf der Bühne des Zelts auf dem Dorfplatz in Thüle. „Das 1. Thüler Rudelsingen“ projiziert ein Beamer an die Wand, und dann brandet auch schon Jubel und Applaus auf, als wären „Die Ärzte“ in Thüle. Als „Warm up“ gab es den Ohrwurm „Westerland“. Es sind aber bloß Simon Bröker und Felix Fleischhauer, die musikalischen „Anheizer“ des Abends. Denn der Star ist das Publikum, das jetzt zum eingeblendeten Text lauthals singt. „Das ist hier total ungezwungen. Wer singen will, singt“, sagt Bröker.

Dreimal acht Lieder haben die Profimusiker für diesen Abend vorbereitet, damit genug Pausen für Essen, Trinken und Reden vorhanden sind. Die Mischung ist wild: Nach den Ärzten kommt das Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen“. Weiter geht es mit „Lemon Tree“ von Fool’s Garden. Udo Jürgens lässt mit „Es wird Nacht Senorita“ grüßen. Bei Marius Müller-Westernhagens Song „Freiheit“ sowie „Leev Marie“ der Kölner Gruppe Paveier kocht die Stimmung im Publikum über. Die meisten Gäste sind zwischen 40 und 60, und die paar jüngeren der „Generation Smartphone“ stehen gerade mit ratlosem Blick daneben.

Beim nächsten Kracher können wieder alle mitsingen: Die Textzeilen von „Super Trooper“ der Gruppe Abba erscheinen an der Wand und das stehende Publikum swingt mit. Erst recht bei „Sternenhimmel“ von Hubert Kah. „Es überrascht mich manchmal, wie viel Freude das gemeinsame Singen den Leuten bereitet“, sagt Vorsitzende Ziemba. Begeistert war die Präsidentin des Sängerbundes Christa Beermann: „So erreichen wir, dass viele Menschen wieder singen. Auch der Sängerbund muss neue Wege gehen“, so die Präsidentin aus Friesoythe.

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