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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

KIRCHE: Tiefer Dank und Lob zum Abschied

26.02.2008

STRüCKLINGEN Voll besetzt war die Pfarrkirche St. Georg am Sonntagmorgen, als Pfarrer Miroslaw Piotrowski aus Strücklingen verabschiedet wurde. Gemeinsam mit seinem Freund, Pfarrer Dr. Gregor Stratmann aus München, Pfarrer August Vornhusen und Pfarrer Hubert Moormann zog Pfarrer Piotrowski feierlich begleitet von den Messdienern, dem Kirchenausschuss und dem Pfarrgemeinderat in die Kirche ein.

Als einen Tag voller Wehmut, der Ratlosigkeit und der Traurigkeit bezeichnete Pfarrer Stratmann in seiner Festpredigt den Abschied von Pfarrer Piotrowski. Nach über 100 Jahren verliere die Pfarrgemeinde St. Georg ihre Priester und ihre Selbständigkeit. „Damals bei seiner Amtseinführung konnte keiner von uns erahnen, dass er der letzte Priester der selbständigen Pfarrgemeinde St. Georg sein sollte“ sagte Stratmannn. Pfarrer und eine selbständige Pfarrgemeinde werde es nicht mehr geben; es sei ein unverständlicher Abschied.

Stratmann erinnerte aber auch daran, wie sehr der Pfarrer in seiner Pfarrgemeinde verwurzelt war und welche große Zuwendung und Wertschätzung er hier in Strücklingen erfahren durfte. Als großartig gelungen bezeichnete Stratmann die Restaurierung der Johanniterkapelle, einem kulturgeschichtlich religiösen Zeugnis von überregionaler Bedeutung. Dieses Kleinod des Glaubens im Wald habe man zum großen Teil Pfarrer Piotrowski zu verdanken. Stratmann appellierte an das Offizialat künftig mit der Geschichte behutsamer umzugehen, denn hier in Strücklingen werde es auf absehbare Zeit schwer, die bisher gewachsenen Strukturen in den neuen Abläufen wieder so hinzubekommen. An die Nachfolger gerichtet, betonte Stratmann, dass diese hier kein leichtes Erbe anträten. Nicht ohne Ironie erinnerte Stratmann aber auch an die Geschichte von St. Georg vor 350 Jahren als 1657

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St. Georg Strücklingen schon einmal seine Selbständigkeit verlor und zu St. Jakobus Ramsloh eingemeindet wurde. Diese Großstruktur habe allerdings nicht länger als 19 Jahre gehalten und St. Georg Strücklingen wurde wieder selbstständig.

Am Ende der Messfeier dankte Pfarrer Piotrowski, der sehr gern in Strücklingen gewirkt habe, allen Gläubigen sowie allen, die ihn in den vergangenen Jahre in seiner Arbeit und bei seinen Vorhaben unterstützt hatten. Das Pfarrheim konnte anschließend längst nicht alle Menschen fassen, die sich von Pfarrer Miroslaw Piotrowski verabschieden wollten. Viele mussten stehen oder sich gar mit einem Platz auf dem Flur zufrieden geben.

Der heutige Tag ist kein Freudenfest, betonte Alfred Kruse, denn der Grund für diese Maßnahme wurde der Pfarrgemeinde per Dekret aus Vechta ins Stammbuch geschrieben. „Lange und vehement haben wir dafür gekämpft, die Fusion bis 2010 zu verschieben, aber wird haben keine Chance gehabt, den Kampf zu gewinnen. Die Auswirkungen dieses Kampfes haben wir gespürt. Nach der christlichen Lehre wäre ein fairer Umgang miteinander wünschenswert gewesen!“, so Alfred Kruse. „Die Art und Weise der Kirchenbehörde hat uns verärgert und entsetzt. Die Kirchenbehörde hätte die Versetzung Piotrowskis menschlicher lösen können,“ betonte Kruse. „Die Geschehnisse sind sehr bedauerlich und dienen nicht dem Ansehen der Kirche.“

Kruse bezeichnete Piotrowski als einen bescheidenen und sehr intelligenten Menschen. In Strücklingen habe ihm die Seelsorge sehr am Herzen gelegen und so wurde St. Georg zu einer christlichen und lebendigen Gemeinde. Sein besonderes Augenmerk galt aber auch den Senioren, den Kranken und Menschen in Not, denen er Trost und Hilfe vermittelte.

Bürgermeister Hubert Frye freute sich, dass Piotrowski, der auch bis heute noch keine andere Aufgabe übertragen bekommen hat, dem Ort Strücklingen und der Johanniterkapelle zumindest als Vorsitzender des Fördervereins erhalten bleiben. „Ich weiß um die Schwere der Aufgabe hier vor Ort, aber ich werde versuchen, die Aufgaben zum Wohle aller Gläubigen hier im Ort zu lösen,“ sagte Pfarrer Hubert Moormann, der Piotrowskis Aufgaben übernimmt.

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