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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

TV-Karriere kommt in Schwung

21.02.2015

Cloppenburg Am Rosenmontag ist der Vertrag in Hamburg unterzeichnet worden, Aschermittwoch haben bei herrlichem Sonnenschein sogleich die Dreharbeiten zum zweiten Fall von „Nord bei Nordwest“ auf der Insel Fehmarn begonnen. Mit dabei ist der 48-jährige – aus Cloppenburg stammende Schauspieler – Markus Gertken, dessen Film- und Fernsehkarriere seit zwei Jahren mächtig ins Rollen kommt. Zum Ende der Fastenzeit ist dann Cloppenburg seine nächste – familiäre – Station.

An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste wird derzeit an der Fortsetzung der Geschichte um den Ex-Polizisten und Tierarzt Hauke Jacobs gestrickt. Noch bis zum 13. März inszeniert Jochen Freidank („Und weg bist du“, Oscar für seinen Kurzfilm „Spielzeugland“) für den NDR und ARD Degeto den zweiten Fall der Mini-Serie. Das Erste zeigt „Nord bei Nordwest – Der wilde Sven“ voraussichtlich im Herbst dieses Jahres.

Gedreht wird nicht nur in Fehmarn, sondern auch auf der Halbinsel Priwall sowie in Hamburg. Das Buch für die Episode „Der wilde Sven“ schrieb Holger Karsten Schmidt („Mord in Eberswalde“). Neben Hauptdarsteller Hinnerk Schönemann stehen für die Reihe wieder Henny Reents (als Lona Vogt) und Marleen Lohse (Jule Christiansen) vor der Kamera, außerdem unter anderem Peter Prager, Cem-Ali Gültekin, Hans Uwe Bauer, Johanna Gastdorf, Rainer Piwek – und eben Markus Gertken. Letzterer spielt einen Bösewicht, viel mehr als den Namen Overkott darf er nicht verraten.

„Ich freue mich auf diesen Dreh“, meinte Gertken am vergangenen Wochenende, als er sich in Berlin-Wilmersdorf von seiner Frau und den beiden Kindern verabschiedete. Die Fernsehpräsenz nimmt zu. Fünfmal war Gertken 2013 in abendfüllenden Filmen zu sehen, unter anderem im Tatort „Brüder“. 2014 setzte sich der Fernseherfolg fort, unter anderem mit dem Polizeiruf „Hexenjagd“ sowie mit Serieneinsätzen bei „Ein Fall von Liebe“, Soko Wismar“ und „Soko Leipzig“. Auch im dänischen Kinofilm „Tordenskiold“ wirkte Gertken mit.

Auch von Berlin aus hält Gertken Kontakt zu Cloppenburg, zu Schulfreunden und zur Familie. „Eine Vertrautheit, keine reine Liebe“, nennt er die Verbindung in die Heimat. Beziehung mit Respekt. Er wüsste einiges, was an Cloppenburgs Kulturangeboten zu verändern sei. Am CAG kam er mit der Kunst in Verbindung, sah Klassiker und Konzerte. „Das hat mich geprägt“. Er erinnert sich an „Woyceck“, das Schauspiel ohnegleichen, an die „Freunde der Kunst“. Vieles an „Kultur ist mittlerweile weggegangen“; kurzum: „Das Spielvergnügen fehlt“.

Aber Cloppenburg sei auf dem richtigen Weg. „Einiges scheint sich zu verändern.“ Der Kulturbahnhof sei ein richtiger Schritt. Die Kunst bedürfe der Förderung. „Ich sehe immer viele Ferraris in Cloppenburg. Wie wäre es, wenn die Fahrer ihr Geld weniger in blitzende Karossen und mehr in die Kultur steckten?“, fragt er sarkastisch.

Die Atmosphäre beim CAG habe auch sichtlich zu seinem Weg als Schauspieler beigetragen. Vielleicht auch die Gene. Sein Vater Heinrich – vielen Cloppenburgern als Chef der CLP-Dienststelle der Landwirtschaftskammer bekannt – spielte schon 1949 im ersten Jahr beim „Verlorenen Sohn“ auf der Waldbühne Ahmsen mit. Dort auf dem großelterlichen Hof war Markus in seiner Jugendzeit oft zu Besuch.

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