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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Schützen: Viel Wirbel um fliegende Fahnen

10.06.2015

Petersdorf Einen Schwerpunkt stellt bei den Bundesjungschützentagen vom 9. bis 11. Oktober das Fahnenschwenken dar. Dafür wurde eigens ein Organisationsteam gebildet. Christin Busken und Heike Alberding von der St.-Franziskus-Schützenbruderschaft Petersdorf sind dafür zuständig.

Das Fahnenschwenken ist vorwiegend am Niederrhein bekannt. In Petersdorf wurde die Fahnenschwenkergruppe 1984 gegründet. Heute sind in der Gruppe neun Mädchen oder Frauen im Alter von elf bis 26 Jahren aktiv. Geleitet wird die Gruppe von Christin Busken und Heike Alberding. Beide sind schon viele Jahre bei den Fahnenschwenkern aktiv. Zurzeit wird dreimal die Woche trainiert. Auftritte sind auf Schützenfesten und Wettbewerben. Ein großer Auftritt steht am 27./28. Juni in Xanten auf dem Diözesan-Jungschützentag bevor.

Viele werden nach dem Sinn und der Bedeutung des Fahnenschwenkens fragen. Das Fahnenschwenken hat einen historischen und biblischen Hintergrund. So hatte die Fahne im Mittelalter eine besondere Bedeutung, sie war Kennzeichen einer bestimmten Gruppe wie zum Beispiel eines Heeres, das in die Schlacht zog. Das Schwenken der Fahne durch die Ritter zu besonderen Anlässen sollte eine Ehrerbietung zeigen.

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Christin Busken (links) und Heike Alberding. BILD: Leser

Tousaomen scheiten, fier’n, spaos hebben“

Das Motto der Bundesjungschützentage lautet „Tousaomen scheiten, fier’n, spaos hebben“. Die Großveranstaltung läuft vom 9. bis 11. Oktober in Bösel. Ausrichter ist die St. Franziskus-Schützenbruderschaft Petersdorf.

Mehr als 5000 Gäste werden an den drei Tagen der Veranstaltung erwartet. Die Bundesjungschützentage stellen den jährlichen Höhepunkt für die rund 30 000 Jugendlichen aus den mehr als 1300 Ortsvereinen der Bruderschaften aus dem gesamten Bundesgebiet.

Schirmherr ist Landrat Johann Wimberg. Verschiedene Gruppen kümmern sich um die Organisation der Veranstaltung.

In biblischer Hinsicht soll der Zuschauer durch den Fahnenschlag symbolisch an das Martyrium des heiligen Sebastianus, dem Schutzpatron der Schützenbruderschaften im Bund der Historischen Bruderschaften erinnert werden. Das Fahnenschwenken wie es von den Schützenbruderschaften vom Niederrhein praktiziert wird, stellt die Fesselung und Entfesselung des heiligen Sebastianus dar. Trotz des Verbotes, als römischer Soldat dem christlichen Glauben anzugehören, bekannte sich Sebastianus zum Christentum und wurde deshalb zum Tode verurteilt. Er wurde an einem Baum gefesselt und durch zahlreiche Pfeile verwundet. Als er ohnmächtig wurde, hielt man ihn für tot. Eine fromme Christin wollte ihn bestatten. Da er aber noch lebte, pflegte sie ihn wieder gesund.

Heute wird das Fahnenschwenken in drei Arten gepflegt: das Niederrheinische Fahnenschwenken, den Münsterländischen Fahnenschlag und das Fahnenschwenken Rheinischer Art. „Alle drei Arten werden in Wettbewerben in Bösel zu sehen sein“, sagen Christin Busken und Heike Alberding.

Zur Organisation in dem Bereich gehört „die Betreuung in der BiB-Arena und in der Turnhalle an der Jahnstraße“, so Christin Busken. Sie und Heike Alberding sorgen auch für einen reibungslosen Ablauf bei den Wettbewerben. Es muss die passende Musik eingespielt werden.

Bei gutem Wetter soll das Fahnenschwenken nach Niederrheinischer Art draußen stattfinden. Die Petersdorfer selber wollen mit zwei Gruppen teilnehmen.

Christin Busken und Heike Alberding freuen sich auf ihre Aufgaben bei den anstehenden Bundesjungschützentagen und sind mit vollem Elan dabei. „Das muss man einfach, wenn der eigene Verein ein solches Fest ausrichtet“, sind sie sich einig.

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