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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Vorbei an Megalithgräbern und 1000-jähriger Eiche

06.05.2016

Garrel /Dötlingen Das Ziel der diesjährigen Morgenwanderung des Garreler Heimatvereins war Dötlingen. Schon um 5.45 Uhr machten sich 23 Heimatfreunde vom Dorfplatz aus in Fahrgemeinschaften auf den Weg. Vom Loopshof aus lernte die Gruppe unter der fachkundigen Leitung von Helmut Nieske den so genannten „Huntepadd“ kennen, der gut vier Kilometer lang ist und in einer abwechslungsreichen Landschaft liegt.

Der Weg ging zunächst durch das Feuchtbiotop der „Inloopswiesen“. Helmut Nieske erläuterte angesichts einiger zu stark zurückgeschnittener Bäume, dass durch solche rabiate Eingriffe in die Natur der Lebensraum vieler Lebewesen eingeschränkt wird.

Nach Überquerung der Huntebrücke gelangte man zu den Steingräbern der „Glaner Braut“. Die Glaner Braut besteht aus einer Gruppe von vier Megalithanlagen. Die Findlinge sind in der letzten Eiszeit aus Skandinavien hierher geschoben und vor etwa 5000 Jahren zu Gräbern angeordnet worden. Mit Längen von 50 beziehungsweise 30 Metern sind die beiden größten sehr beeindruckend. Im Bereich des Naturparks Wildeshauser Geest und seiner näheren Umgebung liegen 36 Anlagen ähnlicher Art. Die bekanntesten: Visbeker Braut und Bräutigam.

Auf dem weiteren Weg überquerte man wieder die Hunte und hatte danach an den Steilhängen einen schönen Blick über die naturbelassenen Schleifen der Hunte.

An der St.-Firminus-Kirche aus dem 12. Jahrhundert vorbei, ging es zum Tabkenhof. Das Fachwerkgebäude ist das größte Niedersachsenhaus in Nordwestdeutschland. Neben diesem Hof steht die so genannte 1000-jährige Eiche, die nach Angaben von Fachleuten aber nur 500 bis 600 Jahre alt ist. Da der Baum durch Sturmeinwirkungen stark gelitten hat, wurde zu Beginn dieses Jahrhunderts eine neue Eiche gepflanzt.

Am Heideweg wurde ein letzter Stopp am „Püttenhus“ gemacht. Dieses schöne Fachwerkhaus war ein ehemaliger Spieker und stand bei der alten Pastorei. Beim Umbau der Pastorei im Jahre 1935 wurde der Spieker an den Heideweg umgesetzt. Es diente als Jugendheim und in den Nachkriegsjahren als Behelfsunterkunft für Heimatvertriebene. Heute ist das Haus im Besitz der Gemeinde Dötlingen und wird vom Bürger- und Heimatverein verwaltet. Es wird für Ausstellungen, Vorlesungen und Trauungen genutzt.

Zum Abschluss kehrte man im Landhotel „Unter den Linden“ – auch als Schützenhof bekannt – ein, wo sich die Teilnehmer bei einem reichhaltigen Frühstück stärkten.

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