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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kirche: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

17.03.2017

Bösel „No risk, no fun“ – frei nach diesem Motto ist Sabine Prunzel im September 2015 nach Friesoythe gezogen. Die neue Pfarrerin für den Pfarrbezirk Bösel der evangelischen Kirchengemeinde hat es nicht so mit langfristigen Plänen. „Mich würde es eher schocken, heute schon zu wissen, was in zehn Jahren ist“, sagt die 49-Jährige.

Die vergangenen 15 Monate war Prunzel für den Bezirk Lastrup-Lindern zuständig, zum 1. Februar hat sie in Bösel angefangen. Sie hat eine Springerstelle: „Ich gehe immer dahin, wo es am meisten brennt.“

In Bösel ist die Stelle seit Jahren unbesetzt, war vier Mal ausgeschrieben, und als dann Nicole Ochs-Schultz in Mutterschutz ging, stand Pfarrer Joachim Prunzel mit drei Bezirken allein da. „Ich wollte nicht, dass mein Mann sich zwischen drei Gemeinden zerreißt“, begründet Sabine Prunzel ihre Entscheidung, die Bösel-Stelle anzutreten.

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Denn eigentlich wollte sie gar nicht mit ihrem Mann zusammenarbeiten. Denn als die beiden im September 2015 heiraten, kennen sie sich gerade mal ein Jahr, dann noch der Umzug nach Friesoythe: „Dann auch noch sofort zusammenzuarbeiten wäre ein bisschen viel gewesen“, sagt Prunzel.

Außerdem habe sie häufig beobachtet: „Wenn Ehepartner in einer Gemeinde tätig sind, geht das oft nicht gut. Nie wollte ich einen Pfarrer heiraten“, sagt sie lachend. Mit drei Bezirken – Friesoythe, Bösel und Sedelsberg – allein lassen konnte sie ihren Mann aber auch nicht. Bisher läuft es gut mit dem Zusammenarbeiten. „Dienstbesprechungen am Abendbrottisch gibt’s aber nicht“, stellt die Pfarrerin klar.

Bevor sie ihren Mann kennengelernt hat und nach Friesoythe gezogen ist, ist Prunzel viel herumgekommen. Nach ihrem Studium in Braunschweig, Göttingen und Hamburg hat sie ein Jahr in Kapstadt (Südafrika) gearbeitet, dann begann das Vikariat in Ratekau bei Lübeck. Anschließend wechselte Prunzel in die Braunschweigische Landeskirche, es folgten Pfarrstellen in Herrhausen und im Ostharz, dann der Umzug nach Friesoythe.

„Es ist mir nie schwergefallen, aufzubrechen und Neues zu wagen. Man weiß nie, was kommt“, sagt Prunzel. Das gilt für sie lang- wie kurzfristig. „Man kann die tollsten Pläne für den Tag machen, und dann klingelt morgens das Telefon und es kommt eh alles anders.“

Die Pfarrerin hofft, dass sie länger in Bösel bleiben kann, um Ideen und Projekte umzusetzen. So möchte sie zum Beispiel eine Gruppe für Frauen gründen, die sich regelmäßig trifft, um sich auszutauschen und inhaltlich an verschiedenen Themen zu arbeiten.

Jetzt ist Prunzel aber erstmal dabei, sich einzugewöhnen, Leute kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und alltägliche Kirchenaufgaben zu absolvieren. „Die ersten 100 Tage ist erstmal stillhalten und gucken angesagt.“ Ihre ersten Eindrücke von Bösel seien aber sehr gut. Außerdem freue sie sich, nicht mehr den täglichen Fahrtweg nach Lastrup-Lindern auf sich nehmen zu müssen. „Es ist schön, so nah dran zu wohnen. Man bekommt einfach mehr mit.“

Greta Block Volontärin / NWZ-Redaktion
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