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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Wer setzt hier wem die Hörner auf?

08.06.2017

Wildeshausen Der Regen hat der Wildeshauser Schützengilde am Mittwochnachmittag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vor dem Rededuell zwischen Gildegeneral Jens Kuraschinski und Landrat Carsten Harings um 15 Uhr goss es wie aus Eimern, so dass die Ansprachen auf der Westerstraße um fast 20 Minuten verschoben werden mussten. Gildemitglieder und Zuschauer flüchteten ins Rathaus, unter Vordächer und in Hauseingänge, ansonsten wären sie klitschnass geworden. Bevor Kuraschinski schließlich zur Ansprache ansetzte, sagte er den im Anschluss geplanten Umzug durch die Stadt ab.

Noch einigermaßen trocken war zuvor der Rockappell samt Parade mit dem neuen König Andreas Tonn und dem neuen Schaffer Andreas Müller auf der Herrlichkeit über die Bühne gegangen.

Der General dankte zunächst dem Landrat, dass er die Kreisstadt und Gilde durch sein Krisenmanagement vor der Vogelgrippe bewahrt hat. „Die Folgen wären schier unvorstellbar gewesen“, so Kuraschinski.

Beim Blick in die Zukunft hingegen hatte er Dollar- oder Euro-Zeichen in den Augen. Seine Lösung: Wildeshausen und der Landkreis werden Freihandelszone. Die Weichen für den Breitbandausbau habe der Landrat ja schon gestellt. Nun müsse noch die Autobahn 1 mehrspurig ausgebaut werden. „Dreispurig reicht dabei natürlich nicht“, so der General. Den einstigen Flugplatz in Ahlhorn sieht er auch wieder im Aufwind. Und schließlich gelte es, die Hunte seetüchtig aufzustauen und in Zwischenbrücken einen „Gildeport“ zu errichten, der konkurrenzlos zu Hamburg und dem Jade-Weser-Port ist.

Der General träumt von einer eigenen Gildeflotte, die die Bundeswehr unterstützen könne. Der Gildegeneral werde so zum Gildeadmiral, Codename „Fregatten-Schinksi“. Der Oberst – Codename „Korvetten-Willi“ – erhalte das Kommando über alle Schiffe. Bei dem aufkommenden Wohlstand sei für den Landrat sicherlich ein eigener Helikopter drin.

Dem Landrat war das ganze Gerede zu viel Tamtam. Und mit „Helikopter-Carsten“ könne die Gilde ihn beileibe nicht hinterm Ofen hervorlocken. „Hätten Sie, Herr General, freilich für mich den Titel „CCC – Chief-Commander Carsten“, vorgeschlagen, hätte ich tatsächlich noch mal ernsthaft über Ihren Vorschlag nachgedacht.“

Als Krisenmanager und Tippgeber empfahl der Landrat der Schützengilde, sich auf das Thema Natur zu konzentrieren. Als erstes sollte das Wildeshauser Klimaabkommen feierlich unterschrieben werden. Dann sollten in der Stadt neue Hotels für die vielen neuen Urlauber gebaut werden.

Gleichzeitig werde die Renaturierung der Stadt an der Hunte in der Wildeshauser Geest auf den Weg gebracht. Das gebe reichlich Flora für den Papagoy. Der Slogan könnte heißen: „Make Wildeshausen wild again“.

Video

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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