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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

„Wir sollten uns der Weltmusik öffnen“

29.04.2013

Stapelfeld Ohne Worte – nur durch Gesten und ein aufmunterndes Kopfnicken – animierte Professor Werner Beidinger (Uni Potsdam) die Gäste gleich zu Beginn seines Vortrages „Ganz Ohr sein – durchs Ohr ganz sein“ zum rhythmischen Klatschen und stimmte dann übergangslos mit ihnen das Lied „Sing’, wenn du jung bist“ ein. 50 Musiklehrer nahmen am Sonnabend auf Einladung von Ulrike Kehrer, Musikdozentin an der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS), und Sandra Kramer von der Stiftung „Singen mit Kindern“ an dem ganztägigen Studientag Chorklassen in der KAS teil. „Die Teilnehmer, die zum Teil bereits Chorklassen leiten, sollen sich hier über ihre bisherigen Erfahrungen austauschen, neue kreative Impulse sowie konkrete Handlungstipps für ihren Unterricht mitnehmen“, betonte Kehrer.

Ein Studientag speziell für Chorklassen sei in der hiesigen Region eine Premiere, so Kehrer weiter. Bei den Vorträgen, Präsentationen, Diskussionsrunden und Workshops standen vor allem die altersgerechte Auswahl des Liedrepertoires für die Chorklassen sowie die Verbindung von Singen, Bewegung und Köper-Percussion im Vordergrund.

Professor Beidinger verdeutlichte in seinem kurzweiligen Vortrag, den er immer wieder mit gemeinsamen Gesangsübungen unterbrach, wie Kinder im Musikunterricht am nachhaltigsten lernen. Dabei sollte weniger die Musiktheorie und die Lebensdaten bedeutender Komponisten im Mittelpunkt stehen, sondern das gemeinsame Singen und die Bewegung zur Musik.

Er kritisierte, dass die Musikauswahl in den Chorklassen häufig zu eindimensional sei und plädierte hierbei für mehr Mut und Kreativität. „Wir sollten uns der Weltmusik öffnen, da das internationale musikalische Kulturgut auch unsere Musikerziehung bereichern kann“, appellierte der Leiter des Lehrbereichs Elementare Musikpädagogik an der Universität Potsdam an die anwesenden Musikpädagogen. Gleichzeitig bedauerte er, dass große Teile des deutschen Liedgutes in Vergessenheit geraten seien und kaum noch jemand die zweite Strophe eines Volksliedes kenne.

Mit einfachen Übungen vermittelte er den Pädagogen den Einsatz von Körper-Percussion im Musikunterricht, was von den Anwesenden mit sichtlichem Vergnügen umgesetzt wurde. Bei diesen Übungen wurde der gesamte Körper, durch Klatschen auf Schulter, Bauch oder Beine quasi als Musikinstrument verwendet. Auch die anschließenden Workshops unter der Leitung von Beidinger, Silke Zieske, Fachberaterin für Musik bei der Landesschulbehörde Braunschweig, Petra Jacobsen, Chorklassenleiterin aus Godshorn, und Ulrike Kehrer standen ganz im Zeichen des Zusammenspiels von Musik und Bewegung.

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