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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Wo sich besondere Gäste              verewigen

10.04.2014

Ramsloh Gut behütet wird das Goldene Buch der Gemeinde Saterland im Sekretariat des Bürgermeisters aufbewahrt. Die NWZ  durfte jetzt einen Blick in dieses besondere Gästebuch werfen.

Als Hubert Frye, der seit dem 1. Januar 1999 hauptamtlicher Bürgermeister ist, das Buch aufschlägt, sind auf den ersten Seiten Fotos von Ratsmitgliedern aus den Wahlperioden von 1986 bis 2006 zu sehen. Er blättert weiter und zeigt den ersten Eintrag eines Gastes: „Besuch des Weihbischofs Dr. Max Georg Freiherr von Twickel am 7. Oktober 1975 anlässlich seiner Firmungsreise“ steht auf der rechten Seite in schwarzer Druckschrift. „Früher wurde hier noch mit Schablone gearbeitet“, sagt Frye. Heutzutage würden Anlass, Gast und Tag des Besuches ausgedruckt und eingeklebt. Unter den Angaben finden sich die Unterschriften all jener, die bei der Veranstaltung dabei waren.

Auf der linken Seite klebt das Foto, auf dem der Eintrag des 2013 verstorbenen von Twickel in das Buch festgehalten wurde. Er so wie auch ander Gäste waren mehrfach im Saterland.

Richtfest gefeiert

Der Bürgermeister blättert weiter. Am 2. September 1976 war die Schwedische Dudelsackpfeifergruppe Hamilton Pipes and Drums anlässlich der Euro-Musiktage in Bösel zu Gast. Ein Foto zeigt die Gruppe vor dem ehemaligen Scharreler Rathaus. Erst 1992 sei man ins Rathaus Ramsloh umgezogen, nachdem am 5. Juli 1991 Richtfest gefeiert wurde. Offiziell eingeweiht wurde es am 19. Juni 1993. Auch davon gibt es Fotos und Einträge.

Ein besonderer Eintrag ins Goldene Buch stammt vom 28. Januar 1987. An dem Tag wurde dem ehemaligen Bürgermeister Erich Lucassen durch den damaligen Regierungspräsidenten Dr. Joseph Schweer das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Team aus Süd-Wales

Auf einer anderen Seite hat sich die süd-walisischen Fußballmannschaft am 16. Mai 1983 verewigt. „Damals bestand eine Partnerschaft mit Blau-Weiß Ramsloh. Diese gibt es mittlerweile nicht mehr“, erklärt Frye. Weitere Besuche gab es zum Beispiel von Kabarettistin Lilia Tetslau (26. November 2004) und von Jochen Welt, damaliger Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen, am 12. März 2003. Grund seines Kommens waren Gespräche mit Vertretern der saterfriesischen Sprache.

Ohnehin fanden zahlreiche Politiker ihren Weg ins Saterland. So zum Beispiel ehemalige Staatssekretäre, der ehemalige Landwirtschaftsminister Gerd Glup, der damalige Umweltminister Hans-Heinrich Sander sowie der ehemalige Niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht. Am 24. Juni 2010 hatte Christian Wulff hier einen seiner letzten Besuche als Ministerpräsident. Am 24. Juni 2010, sechs Tage bevor er Bundespräsident geworden war, trug er sich in das Goldene Buch ein.

Ein besondere Moment für Frye war es, als am 12. Juli 2000 die zweisprachigen Ortsschilder (saterfriesisch/deutsch) enthüllt wurden.

Partnerschaft besiegelt

„Wir hatten lange mit dem Heimatverein dafür gekämpft. Für uns war es eine Besonderheit, dass wir dann endlich die Schilder aufstellen durften“, sagt der Bürgermeister und zeigt die Fotos. Ebenfalls denkwürdig sei der Besuch einer Delegation aus Sroda Slaska im September 2002 gewesen. „In dem Jahr wurde die Partnerschaft offiziell unterschrieben“, erinnert sich Frye.

Mit dem Besuch von Weihbischof Heinrich Timmerevers am 20. Juni 2012 enden die Einträge im Goldenen Buch. Und wen würde der Bürgermeister noch gerne einmal im Saterland begrüßen? „Die Kanzlerin oder der Bundespräsident. Das wäre schon etwas ganz besonderes“, sagt Frye und schließt das Buch – bis zum nächsten Besuch.

Tanja Mikulski
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2902

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