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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Zu wenig Therapeuten in Cloppenburg

17.09.2011

CLOPPENBURG Zwei bis drei Prozent der Bevölkerung sind psychisch krank. Da macht auch der Landkreis Cloppenburg keine Ausnahme. Das Problem: Die Versorgung mit Psychotherapeuten auf dem Lande ist mangelhaft. „Unsere Therapeuten sind knallvoll“, sagte Hildegard Wübben-Siefer Psychiatriekoordinatorin beim Sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises Cloppenburg. Auch lange Wege seien für die Menschen auf dem Lande, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ein Problem, so Jürgen Heinke, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes.

Mit der Situation der Psychiatrie im ländlichen Raum beschäftigt sich daher der 4. Niedersächsische Aktionswoche für Seelische Gesundheit, die vom 8. bis zum 14. Oktober im Landkreis Cloppenburg abgehalten wird. Experten und interessierte Laien können sich in Vorträgen und Workshops, Ausstellungen, Konzerten über das Thema informieren. Auf der Fachtagung mit dem Titel „Land in Sicht?!“ am Mittwoch, 12. Oktober, von 9.30 bis 16.30 Uhr im Kreishaus werden namhafte Experten sprechen.

Zur Sprache bringen will Heinke auch die Aufgaben, die auch Hausärzte übernehmen könnten. Für ihn hat der ländliche Raum aber auch einen Vorteil: Statt der Anonymität in den Städten funktionierten auf dem Lande soziale Netzwerke wie Familien oder die Kirche. Über die „Seelsorge im Spannungsfeld von Religion und Psychiatrie“ werden Dr. Martina Weiler-Berges, Fachärztin für Psychiatrie, und Pater Sebastian Hackmann, Prior des Dominikanerkonvents Vechta, sprechen.

Weiterhin geht es in den Vorträgen und Workshops um Psychiatrische Kliniken, Migration und Gesundheitskonzepte, Gerontopsychiatrie oder den Sozialpsychiatrischen Verbund im ländlichen Raum.

Zur Auftakt der Fachtagung spricht am 11. Oktober Dr. Christian Figge von der Karl-Jaspers-Klinik ab 19.30 Uhr im Kreishaus zum Thema „Depression: Wenn das Leben alle Leichtigkeit verliert“.

Los geht die Aktionswoche bereits am 8. Oktober mit einer Kunstausstellung mit Bildern von Theo Busdieker – einem Künstler mit „Psychiatrieerfahrung“. Eröffnung ist um 11 Uhr in der LzO-Kundenhalle, Lange Straße. Heinke und Wübben-Siefer rufen die Öffentlichkeit auf, sich ein Bild von den Einrichtungen zu machen. Die Werkstatt Calo, Barßeler Straße, Friesoythe, bietet am 10. Oktober ab 19.30 Uhr einen Gesprächs- und Informationsabend an. In der Kunsthalle Cloppenburg wird ab dem 10. Oktober (Eröffnung: 18 Uhr) die Fotoausstellung „Seelisch krank – und voll im Leben“ gemeinsam mit Kunstwerken von Christiane Meyer und Ulrich Rudert unter dem Titel „Depressionen hautnah“ zu sehen sein. Das Gemeindepsychiatrische Zentrum, Kirchhofstraße, Cloppenburg, veranstaltet am 10. Oktober einen Tag der offenen Tür. Von 14 bis 17 Uhr spielt dort das „Freak-Orchester. In die Karl-Jaspers-Klinik, Bürgermeister-Heukamp-Str., Cloppenburg, können Interessierte am 13. Oktober ab 13 Uhr einen Blick werfen und von 10 bis 15 Uhr in die „Drobs“ Fachstelle Sucht, Eschstraße.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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