Cloppenburg - Zeitungen, Radio, Fernsehen: Der groß angekündigte 24-Stunden-Blitzmarathon – in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, den Niederlanden und Belgien – hat zumindest diejenigen Autofahrer, die am Mittwoch gegen 14.30 Uhr auf der Kellerhöher Straße (K 167) in Richtung Kellerhöhe unterwegs sind, diszipliniert. Auch nach rund 25 Minuten ist Mitgliedern der Bereitschaftspolizei-Hundertschaft noch kein Raser ins Netz gegangen. „Die Leute haben sich drauf eingestellt. Der schnellste war mit 108 km/h in der 100er-Zone unterwegs“, berichtet einer der Kollegen.
Für die BP-Beamten, die ihre Schicht am Mittag begonnen haben, ist dies der erste Einsatz an diesem Tag. Später soll es noch auf die L 847 Richtung Garrel gehen. Die Arbeit im Verkehr stellt für die Bereitschaftspolizisten eine willkommene Abwechslung dar, schieben sie doch zumeist Dienst bei Demonstrationen oder Fußballspielen.
Die Beamten der in Oldenburg stationierten Einheit werden über den Blitz-Marathon hinaus bis zum Wochenende im gesamten Landkreis nach Temposündern Ausschau halten – nicht zuletzt die bislang in diesem Jahr im Kreis gezählten 21 Verkehrstoten unterstreichen den Sinn dieser Maßnahme.
Am frühen Morgen gegen sieben Uhr haben sich Polizeikommissar Thorsten Appeldorn und Schulpraktikantin Anja Dinklage (Marienschule Cloppenburg) in den Berufsverkehr bei Emstekerfeld gemischt – dort gab es lediglich einige kleinere Übertretungen im Bereich von Verwarngeldern bis 35 Euro. „Da haben die Leute wohl morgens die Nachrichten genau gehört und ihr Fahrverhalten entsprechend angepasst“, glaubt Appeldorn. Gleiches berichtet auch Polizeisprecher Jan-Dirk Meiners am frühen Abend von der Messstelle am Parkplatz Soestetal/Ortsumgehung.
Überhaupt bietet das Oldenburger Münsterland für diesen 24-Stunden-Blitzmarathon sämtliche vorhandene Technik auf: Nach Angaben von Frank Soika, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, sind vier stationäre Blitzanlagen – drei im Kreis Cloppenburg, eine im Kreis Vechta – besetzt. Darüber hinaus sind die beiden Kreisverwaltungen mit einer (Vechta) bzw. zwei (Cloppenburg) mobilen Radaranlagen vertreten.
An je zehn Messpunkten in beiden Kreisen wird die Laserpistole eingesetzt. Der Videowagen „Police- Pilote-System“ (PPS), mit dem hinter Geschwindigkeitssündern hergefahren wird, setzt die Polizei vor allem auf den Bundesstraßen ein.
