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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Rückblick: Als Bobby Moore die Puppen tanzen lässt

01.07.2017

Cloppenburg In diesen Tagen, in der der BV Cloppenburg in den Niederungen der Fußball-Oberliga sein tristes Dasein fristet, wirft manch eingefleischter Anhänger des Clubs gerne einmal einen Blick zurück, in die Zeiten, in denen international bekannte Spieler auf dem Rasen des Stadions an der Friesoyther Straße dem Ball hinterherjagten.

 Auswahl gegen Profis

So auch im Juli des Jahres 1969, als der englische Erstligist FC Southampton im Rahmen seiner Deutschland-Tournee auch Station in Cloppenburg machte. Die Partie fand anlässlich des 50-jährigen Bestehens des BV Cloppenburg statt. Die Engländer trafen dabei auf eine Auswahl, die sich aus Spielern der Clubs BV Cloppenburg, BV Essen, BW Ramsloh und Sparta Werlte zusammensetzte.

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In jener Zeit gaben in England zwar andere Teams den Ton an, doch in den Reihen von Southampton standen allerhand erstklassige Spieler, die auch in Deutschland bestens bekannt waren. Wie zum Beispiel der Top-Stürmer Ron Davies. Der walisische Torjäger war in der Saison 1966/1967 Torschützenkönig in England mit sage und schreibe 37 Tore. Ein Jahr später musste er sich die Torjägerkrone mit einem gewissen George Best von Manchester United teilen. Beide kamen auf jeweils 28 Treffer.

Neben Davies standen weitere Asse im Southampton-Kader des damaligen Jim Gallagher. Dazu zählte auch Terry Paine. Der Außenstürmer wurde mit England 1966 Weltmeister. Allerdings kam er während der Endrunde nur in der Partie gegen Mexiko zum Einsatz. Ebenfalls ein Leistungsträger im Dress des FC Southampton war der Schotte Jimmy Gabriel. Er bestritt für sein Heimatland zwei Länderspiele.

 ron Davies in Topform

Die regionale Auswahl traf jedenfalls auf einen starken Gegner. Und als der Anpfiff ertönte, sahen 2000 Zuschauer englischen Einbahnstraßen-Fußball. Die Gäste von der Insel ließen es nämlich alles andere als locker angehen.

Bereits nach sechs Minuten führten die Gäste dank zweier Treffer von Davies mit 2:0. Der Schotte Gabriel legte nach, ehe wieder Davies per Dreierpack und Paine auf 7:0 zur Pause erhöhten. Die Gastgeber hielten zwar aufopferungsvoll dagegen, aber ein Ehrentreffer wollte ihnen nicht gelingen. Nach dem Seitenwechsel schraubten Davies, Gabriel und wiederum Davies das Ergebnis auf 10:0 für die Engländer.

 Malcherek hält stark

Der Sieg von Southampton hätte noch höher ausfallen können, wenn Auswahltorhüter Malcherek nicht gehalten hätte wie ein Weltmeister. Den schwersten Stand hatte allerdings Feldspieler Schlangen, der gegen Davies spielte. Er warf sich zwar in jeden Zweikampf, aber der Waliser war an jenem Tag einfach nicht zu stoppen gewesen.

Für die damalige Auswahl liefen laut NWZ vom 25. Juli 1969 folgende Spieler auf: Malcherek, Wilkens, Mastall, Schröder, H. Woloschin, H. Bröring (46. Gehlenborg), Hochartz (46. Wagner), Schlangen, Kollmer, Niehe, Polenik (80. Schlömer).

Bereits im Jahr 1968, war mit West Ham United eine englische Mannschaft zu Gast in Cloppenburg gewesen. Seinerzeit spielte eine Auswahl der Clubs BV Cloppenburg, BV Essen und BW Ramsloh gegen den damaligen Top-Club um Bobby Moore, Geoff Hurst und Martin Peters. Seinerzeit gewann West Ham United mit 8:1. Moore und seine Mitspieler glänzten aber nicht nur auf dem Feld mit großer Spielfreude.

 moore legt Musik auf

Beim anschließenden, gemütlichen Beisammensein der Mannschaften und weiteren geladenen Gästen machten einige Spieler von West Ham zu später Stunde die Biege. Sie suchten eine Diskothek in der Stadt auf, wo Moore und Co. die Puppen tanzen ließen. Moore versuchte sich in dem „Zappelschuppen“ sogar als Discjockey. Er setzte sich an die Musikanlage und haute die neuesten Songs raus. Mit so einem prominenten Discjockey dürften die Besucher seinerzeit bestimmt nicht gerechnet haben.

Der NWZ war dies jedenfalls seinerzeit eine Schlagzeile wert. Schließlich kam es nicht alle Tage vor, dass ein Spitzenfußballer in Cloppenburg Musik auflegte. Die NWZ titelte in ihrer Ausgabe vom 2. August 1968: „Bobby Moore heizte den Beat-Freunden ein.“

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