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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Hohefelder Hexenkessel kocht über

14.07.2018

Altenoythe Der Fußballclub SV Altenoythe geht in seine 30. Saison auf Bezirksebene. In den letzten Jahrzehnten erlebten die Hohefelder manch turbulente Spielzeit. Ein Grund mehr für die NWZ in loser Reihenfolge, auf besondere Momente der Altenoyther Zeit auf Bezirksebene zurückzublicken.

Eine dieser besonderen Spielzeiten war die Saison 2008/2009. Der Club hatte mit Torsten Bünger einen neuen Spielertrainer verpflichtet. Gleich am ersten Bezirksliga-Spieltag stand für den SVA die erste Bewährungsprobe auf dem Programm. Es ging zum Dauerrivalen Hansa Friesoythe. Dort bekamen die Altenoyther mit 0:5 den Hintern versohlt. Obendrein flogen Alexander Boxhorn (rote Karte) und Rafael Bastek (Ampelkarte) vom Platz.

Chance zur Revanche

Die Chance zur Revanche bot sich den Altenoythern am Karsamstag 2009. Das Rückspiel stand an, und die Fanlager beider Clubs fieberten dem Anpfiff entgegen. 1300 Zuschauer pilgerten nach Hohefeld, um sich diesen Klassiker nicht entgehen zu lassen.

Bünger musste im Vorfeld des Spiels umstellen. Für den rotgesperrten Torhüter Joscha Wittstruck rückte Jan Tepe in die Startformation. Tepe, selbst früher für Hansa aktiv, war die Anspannung vor dem Spiel deutlich anzumerken. Tepe soll in der Kabine gesagt haben, dass er seit drei Tagen nichts mehr gegessen habe, erinnert sich Stefan Brünemeyer, der damals in der Startformation stand, und noch heute für den SVA aufläuft. „Jans Anspannung war verständlich. Schließlich sind solche Derbys nun einmal etwas ganz Besonderes“, so Brünemeyer.

Bünger zauberte zudem Sascha Müller aus der eigenen Reserve aus dem Hut. Er lief auf, während der Torjäger Martin Sodtke nur auf der Bank Platz nehmen durfte.

Für den nötigen Schuss an Motivation sorgten die Heißmacher Bünger und Hubert Flatken. Wenn Flatken die Spieler damals mit kernigen Kommentaren „anspitzte“, bekam der Zuschauer das Gefühl, dass der Altenoyther Spieler an sich noch mehr Meter abspulte. So war es auch an jenem Tag. Es entwickelte sich eine Begegnung, die bei Brünemeyer immer noch Gänsehaut auslöst. „Wir wollten auf Teufel komm raus, die hohe Hinspielniederlage wettmachen. Dazu die tolle Atmosphäre im Stadion, das hat uns Power gegeben“, so Brünemeyer.

Hansa gut in Form

Power die auch dringend nötig war, denn die Friesoyther reisten mit breiter Brust an. Vor der Partie in Altenoythe hatte die Elf des Trainerduos Bernd Meyer/Alexander Woloschin zehn Siege in Serie gefeiert. Nun sollte auch in Hohefeld triumphiert werden.

Mit einer flotten Spielweise nach vorne versuchten die Altenoyther, den Tabellenführer aus Friesoythe zu stürzen. Vorne versuchte Eugen Meister die Hansa-Abwehr auf Trab zu halten. In der 21. Minute kratzte Friesoythes Lando Matando einen Schuss von Meister von der Torlinie. Elf Minuten später jagte Meister den Ball über das Tor. „Wir waren gleich gut drin im Spiel, und waren überlegen“, erinnert sich Brünemeyer.

Kurz vor der Halbzeitpause mussten die Altenoyther Fans jedoch tief durchatmen, als sich Hansas Mittelfeldspieler Christoph Fennen den Ball zu einem Freistoß hinlegte. Doch Fennens Schuss fand den Weg nicht ins Hohefelder Tor.

Auf der Gegenseite entschärfte Hansas Torhüter Marco Frerichs einen Freistoß von Christian Alberding. Zudem hatten die Friesoyther Glück, als Dennis Reiners einen Kopfball Daniel Rakers (SVA) von der Torlinie kratzte.

In der zweiten Halbzeit nahm die Intensität des Spiels zu. Dampf kam unter den Hohefelder Kessel, als die Gäste in der 65. Minute einen Handelfmeter zugesprochen bekamen. Bünger hatte ein Handspiel begangen, und Schiedsrichter Bayram Evin (Oldenburg) zeigte auf den ominösen Punkt.

Friesoythes Schütze hieß Hammad El-Arab, der die Altenoyther mit seinem verwandelten Elfmeter in einen kurzen Schockzustand versetzte. „Wir haben die dicken Chancen, und Hansa machte das Tor. Da haben wir erstmal an gar nichts mehr geglaubt“, sagte Brünemeyer. Vier Minuten zuvor war für Tepe das Derby übrigens beendet. Er musste verletzt raus. Für ihn rückte Mathias Altevers zwischen die Pfosten.

Hexenkessel brodelt

Kurze Zeit später wäre Hansa fast ein zweiter Treffer geglückt, aber Sergej Mut vergab überhastet. Die Altenoyther schwammen sich wieder frei. Über die Außenbahn versuchten sie ihr Glück. Doch ein ruhender Ball sollte den Ausgleich bescheren. Alberding traf per Freistoß zum 1:1. Jetzt brodelte es im Hohefelder Hexenkessel, denn einige Altenoyther Fans sprangen vor lauter Freude über das Tor über die Bande, doch nach einer Unterbrechung von rund fünf Minuten war wieder alles im grünen Bereich. In der Schlussphase spielten die Altenoyther nach dem Motto „Sekt, oder Selters“.

Nach einer Flanke von Brünemeyer hämmerte Raker per Kopf den Ball ins Friesoyther Tor. Ein umstrittener Treffer. Die Friesoyther hatten zuvor ein Foulspiel ausgemacht. Doch ihre Proteste waren vergeblich. Der Treffer zählte. Der Drops war gelutscht. In der fünften Minute der Nachspielzeit landete eine Flanke von Brünemeyer bei Meister, der zum 3:1 verwandelte. Als der Ball über die Linie flog, kochte der Hohefelder Hexenkessel über. „Dieses Spiel werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, so Brünemeyer.

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