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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Auf die richtige Bewegung kommt es an

15.03.2019

Altenoythe „Die Wirbelsäule lässt sich mit einem Schiffsmast vergleichen“, meint Rückenkurs-Leiterin Doris von Uchtrup. „Wenn der nicht gerade steht, funktioniert das Schiff auch nicht richtig.“

Und dann kann es schmerzhaft werden. Rückenschmerzen, Bewegungseinschränkungen, aber auch Kopf- und Schulterschmerzen oder Beinschmerzen können auf den Rücken zurückzuführen sein. Schmerz ist aber nicht gleich Schmerz.

Doris von Uchtrup (Bild: Langer).

Es wird dabei in drei Phasen unterschieden: der akuten, wenn die Beschwerden unter sechs Wochen andauern, der subakuten, wenn die Schmerzen länger als sechs Wochen vorliegen, und der chronischen, wenn der Rücken schon länger als zwölf Wochen Probleme macht.

Die betroffene Stelle kann dann vorsichtig massiert und mit Wärme oder Kälte behandelt werden, damit sich die Muskulatur lockert. In allen drei Fällen rät die gelernte Arzthelferin allerdings einen Arzt aufzusuchen, wenn es nach zwei bis drei Tagen nicht besser geworden ist. Die Problemstelle kann dabei verschiedene Ursachen haben.

„Rückenprobleme können beispielsweise von einer Veränderung der Bandscheiben, verkürzter oder überdehnter Rückenmuskeln oder von inneren Erkrankungen, wie Blasenentzündungen, kommen“, zählt von Uchtrup auf. Aber auch falsche Belastungen, Übergewicht und Stress stehen sehr im Vordergrund.

Zu einem gesunden Rücken gehört vor allem eins: Bewegung. Die wird bei einigen Berufen gerne mal vernachlässigt, dann baut sich Muskulatur ab. Dem gilt es mit einem Gesamtkörpertraining entgegenzuwirken: „Nicht nur die Wirbelsäule ist wichtig, auch die umliegenden Muskeln und der Rumpf müssen trainiert werden, damit der Rücken gerade ist“, betont die Übungsleiterin. Ohne Segel und Taue würde der Schiffsmast ja auch umkippen.

Daher gibt die Altenoytherin regelmäßig Präventionskurse über die Gesundheitskooperation des Hansa Friesoythe, SV Mehrenkamp und SV Altenoythe in ihrer Heimat in ihrer Heimat, bei denen sie eine natürliche und gesunde Haltung schult und die Teilnehmer zu mehr Bewegung hinführen möchte. Im NWZ-Gespräch zeigt sie einige Übungen, die jeder ohne Sportuntensilien zuhause oder im Büro nach machen kann. Für ein gutes Training empfiehlt sie die Übungen zwei bis dreimal die Woche zu wiederholen.

Die Altenoytherin hat einen Übungsleiterschein für Rehabilitationssport und Präventionssport vor sechs Jahren gemacht. „Es soll vorgesorgt werden. Die meisten in meinem Kurs haben gelegentlich Rückenprobleme und wollen schwereren Problemen vorbeugen.“

Denn wer bereits einen Bandscheibenvorfall oder eine andere Erkrankung am Rücken hat, sollte zum Rehasport gehen, da dies ein Gesundheitskurs für alle, die in ärztlicher Behandlung sind, ist.

Übungen von der Übungsleiterin (Fotos zu den einzelnen Trainingseinheiten finden Sie in der Bildergalerie):

Gymnastik im Büro (Bild: Langer).

Gymnastik Im Büro ist schnell gemacht, und kann viel bewirken. Wer im Beruf viel sitzt, sollte zwischendurch etwas Bewegung einbauen. Auf dem Sportgerät sitzt man ja bereits – der Schreibtischstuhl. Also: Aufrecht hinsetzen und die Arme über den Kopf ausstrecken. Dann abwechselnd nach oben greifen, als würde man eine Leiter nach oben klettern. Diese Übung wiederholt man einige Sekunden.

Bei einer anderen Übung legt man eine Hand auf die Hüfte, die andere streckt man in die Luft. Dann streckt man seinen Oberkörper in die Richtung, wo die Hand auf der Hüfte liegt. Jede Seite sollte zehnmal wiederholt werden. Solche Bürostuhl-Übungen gibt es viele. Generell gilt es den Rücken durchzudrücken und sich etwas zu bewegen. Mit diesen kleinen Bewegungen am Arbeitsplatz kann man die Wirbelsäule entlasten.

Die Bridge oder auch das Beckenheben ist eine gute Übung für zuhause, die den unteren Rücken und den Po trainiert. Dabei legt man sich flach auf den Rücken und winkelt die Beine an. Die Arme werden locker neben dem Körper ausgestreckt. Nun wird das Becken langsam angehoben, bis Po, Oberschenkel und unterer Rücken eine gerade Linie ergeben. Beim Absenken des Beckens nicht auf dem Boden absetzen. Von Uchtrup empfiehlt zehn bis 15 Wiederholungen zu jeweils drei Sätzen.

Bei Planks liegt man flach auf dem Boden und platziert die Unterarme so, dass die Ellbogen im rechten Winkel zum Körper sind. Die Hände können aufgestellt oder abgelegt werden. Der Rücken ist gerade.Der Kopf bildet eine Verlängerung der Wirbelsäule und die Fußspitzen stehen auf den Boden. Durch das Anspannen und Halten der Position werden Rumpf, Rücken, Arme, Beine und Po gestärkt. 25 bis 30 Sekunden sollte die Übung gehalten werden.

Crunches zählen zu den Klassikern unter den Bauchübungen. Man legt sich in Rückenlage mit angewinkelten Beinen auf den Boden. Die Arme werden gerade nach oben ausgestreckt. Jetzt hebt man den oberen Rücken vom Boden ab und spannt den Bauch an. Beim Absenken wird der Oberkörper nicht ganz aufgelegt. Wichtig dabei, dass man die Kraft aus dem Bauch und nicht aus den Armen nimmt. Die Übung trainiert die schrägen und geraden Bauchmuskeln. Ähnlich wie bei der Bridge sind drei Sätze mit jeweils zehn bis 15 Wiederholungen ratsam.


Ein Video mit Erklärungen zu allen Übungen finden Sie unter   www.nwzonline.de (bitly link) 
Nathalie Langer Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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