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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Auf der Hauptstraße nur keine Blöße geben

22.09.2015

Garrel Mehr als 1300 Läufer gingen am Sonnabend an den Start bei den verschiedenen Freimarktsläufen, beim Hauptlauf über zehn Kilometer satte 311. Darunter auch der Autor dieser Zeilen. Flair, Atmosphäre, Zuschauer: Dieser Lauf besitzt einen besonderen Reiz, berichten Läufer. Das wollte ich am eigenen Leib erfahren.

Wenige Minuten vor dem Startschuss auf der Dykstraße vor der alten Feuerwehr drehen sich die Gespräche um jüngst absolvierte Läufe und die tolle Atmosphäre entlang der Strecke. Der Startschuss fällt. Ich habe mich relativ weit hinten eingereiht, in weitgehender Unkenntnis darüber, welche Zeit am Ende herauskommen könnte.

Die erste Startreihe mit Jens Nerkamp und Co. dürfte bereits auf der Hauptstraße angelangt sein, als ich den Torbogen durchquere – zum ersten Mal. Zwei weitere Male werden folgen.

Nach kurzer Zeit geht es auf die „Meile“. Dort säumen viele Hundert Menschen die Straße und feuern die Läufer an. Die Anfeuerungsrufe lassen mich nicht kalt und so ziehe ich ganz automatisch das Tempo an. Ich habe ein ganz gutes Gefühl, setze mich hinter einen Läufer, dessen T-Shirt ihn als Finisher eines Marathons ausweist. Wenn das mal gut geht...

Die Hauptstraße lassen wir hinter uns, durchqueren noch eine Siedlung, bevor es an den Fußballplätzen vorbeigeht. Die Zuschauerzahl nimmt ab. Der Läufer vor mir zieht wie eine Maschine seinen Rhythmus durch – beeindruckend. Ein wenig halte ich noch mit, dann ist er verschwunden.

Wir biegen in die Katharinenstraße ein. In den Kurven und vor den Häusern sitzen die Garreler beisammen und honorieren die sportliche Leistung der Vorbeiziehenden mit lautem Applaus und Rufen. Das gibt neuen Antrieb. Auf dem Möhlenkamp haben die Anwohner sogar Transparente aufgehängt: „Quäl Dich“ heißt es auf einem. Ein Ratschlag, dem ich in der dritten Runde nachkommen muss.

Bekannte abklatschen

Zurück auf die Hauptstraße, Kaiforter Straße und wieder auf die Dykstraße. Die erste Runde ist geschafft. Ein Blick auf die Uhr: alles im grünen Bereich.

Und wieder geht es auf die „Meile“. Bekannte abklatschen und zuwinken, dabei nicht aus dem Takt kommen. Ich greife auf der Höhe Sandhaus nach einem Becher Wasser. Während des Laufens zu trinken, stellt sich als Herausforderung dar. Ein Schluck landet im Mund, der Rest über meinem Gesicht. Reicht. Die Trommler auf der Pfarrer-Landgraf-Straße geben den Takt vor. Tempo halten. Die zweite Runde verfliegt. Dann kommt Jens Nerkamp. Fast denke ich, ich gehe, als er auf dem Möhlenkamp an mir vorbeirauscht – auf dem Weg zum Ziel. Er bleibt der einzige Läufer, der mich überrundet.

Beine werden müde

Härter wird’s in der dritten Runde. Keine Blöße geben auf der Hauptstraße, aber langsam werden die Beine müde, die Oberschenkel machen sich bemerkbar. Ich werde langsamer. Durchhalten. Anfeuerungsrufe motivieren – auf der Katharinenstraße kann ich wieder zulegen. Ich schaffe es sogar noch, an ein, zwei Läufern auf dem Möhlenkamp vorbeizuziehen. Dykstraße, nicht mehr weit. Tempo halten. Einbiegen auf die Hauptstraße. Ein Läufer vom SV Bösel zieht den Schlusssprint an und an mir vorbei. Ich versuche, mitzuhalten, keine Chance. Er geht vor mir über die Ziellinie.

Mit der Zeit, die über meinem Kopf auf der Anzeigetafel zu sehen ist, bin ich zufrieden. In den Genuss der Flasche Prosecco für die Läufer, die mehr als 60 Minuten benötigen, komme ich aber nicht.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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