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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Fußball-Landesliga: Stimmung vor Derby auf dem Nullpunkt

22.11.2019

Bevern /Cloppenburg Die Cloppenburger Fußballer und ihr Trainer Wolfgang Steinbach bereiten sich zwar auf das Derby am Sonntag beim SV Bevern (14 Uhr) vor, doch allen Akteuren fällt es sichtlich schwer, angesichts der finanziellen Schieflage des Clubs sich auf das Sportliche zu konzentrieren.

Zumal die Stimmung der Spieler angesichts der ausstehenden Gehaltszahlungen den Nullpunkt bereits erreicht hat. „Die Spieler kommen mit schlechter Laune zum Training und fahren mit schlechter Laune wieder weg“, sagt BVC-Coach Wolfgang Steinbach. Er kann seine Spieler verstehen: „Vor gut sechs Wochen gab es das Treffen mit dem Notvorstand. Seitdem haben wir den Notvorstand nicht mehr gesehen. Ist doch klar, dass die Spieler darüber sehr irritiert sind“, sagt Steinbach. Seit 59 Jahren sei er nun im Fußball aktiv. „Doch man wird immer wieder aufs Neue überrascht“, sagte er. Dem BVC dürfte nach NWZ-Informationen in der Winterpause eine Abwanderungswelle sondergleichen drohen. Den Spielern liegen zahlreiche Anfragen von anderen Clubs vor. Derweil haben Derrick Ampofo und Jan-Philip Plaggenborg ihre Sperren abgesessen und stehen wieder zur Verfügung.

Das Schicksal des BVC ist auch unter den restlichen Clubs der Landesliga und auf Verbandsebene ein großes Thema. Sollte nämlich gegen den BVC ein Insolvenzverfahren eröffnet werden, werden alle Spiele des BVC für null und nichtig erklärt, sagte Landesliga-Staffelleiter Stefan Brinker nach Rücksprache mit der Rechtsabteilung des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV). Zudem würde der BVC dann als erster Absteiger feststehen. „Und würde laut Rechtsabteilung des NFV in der Saison 2020/2021 in der Bezirksliga spielen, wenn der Verein die Insolvenz überstehen sollte“, sagt Brinker.

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Heiß diskutiert wird unter den hiesigen Fußball-Fans was passiert, wenn die BVC-Elf einmal nicht zu einem Spiel antritt. „Dann wird der Verein mit einer Strafe von 200 Euro belegt. Wenn der Verein dreimal in einer Halbserie nicht antritt, kann der Spielausschuss den Ausschluss des Clubs aus der Landesliga beschließen“, teilte Brinker mit.

Ob in Bevern gespielt wird, ist zwar offen, aber am vergangenen Mittwoch konnte in Bevern trainiert werden, wie Trainer Matthias Risse bestätigte. „Wir würden sehr gerne spielen, zumal die Leistungen zuletzt sehr gut waren. In Oythe war es eine technisch und spielerisch sehr gute Partie, die Spaß gemacht hat“, sagt Risse und erwartet dies auch für das Derby gegen Cloppenburg. Trotz aller Probleme, sei der BVC immer noch sehr gut besetzt und sicher sehr ehrgeizig, die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen.

„Gegen uns sind alle Teams ohnehin hochmotiviert. Im Moment läuft es gut, die Einstellung ist top, was mir nur Sorgen macht, ist unsere Chancenverwertung“, sagt Risse und warnt dabei vor allem vor dem Ex-Beverner Dio Ypsilos, der nicht nur im Hinspiel das 1:0 markierte, sondern Top-Torjäger der Liga ist. „Dio braucht wenig Möglichkeiten, um zu treffen. Da dürfen wir uns keine großen Fehler erlauben“, betont Risse, der für seine Abwehrkette wieder auf Jannis Wichmann zurückgreifen kann, Kristen Bramscher, der seine Gelb-Sperre abgesessen hat, wieder auf der Achterposition einsetzen kann und mit Albi Dosti für die Offensive eine zusätzliche Alternative besitzt. Doch vorne machen Julius Liegmann und Sebastian Sander ihre Sache sehr gut und dürften wohl in der Startformation stehen, die Sascha Thale versagt ist, weil er nach der fünften gelben Karte nur Zuschauer sein wird.

Einen Wunsch hätte Trainer Risse: „Diese diffuse Situation um den BVC nervt die gesamte Liga. Da wäre klare Kante angesagt. Schließlich ist die Tabellensituation in der Landesliga ohnehin enorm eng“, verweist Risse auf die Tatsache, dass der SV Bevern als Tabellenvierter nur vier (!) Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt liegt, ein vorzeitiger Ausstieg des BVC, als zurzeit Siebter nur um einen Punkt vom Abstieg entfernt, eine völlig neue Lage herbeiführen würde.

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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