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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

„Bier, die Leute wollen nur Bier“

27.06.2006

FRIESOYTHE /BöSEL Private Fußballfeten sind der Renner, sagt der Getränkehandel. Die Brauereien hätten ein Leergutproblem.

Von Heinz-Josef Laing FRIESOYTHE/BÖSEL - „Das ist reines Bierwetter,“ sagt Heinrich Pancratz, Geschäftsführer bei Kepa-Getränke in Friesoythe. Das Interesse an der Fußball-Weltmeisterschaft sorgt bei schönstem Sommerwetter seit Tagen für enorm steigende Umsätze im Getränkehandel. Der eine oder andere Regenschauer trübe diesen Trend nicht. Das ergab eine Umfrage der NWZ.

Günther Nordenbrock vom gleichnamigen Getränkehandel in Bösel stimmt seinem Friesoyther Kollegen zu: „Bier, Bier, Bier. Die Leute wollen nur Bier. Und das gleich in vielen Fässern.“ Private Grillfeten zur Übertragung von WM-Spielen sind in Bösel und Friesoythe der Renner, profitieren Händler wie Nordenbrock, Pancratz oder Thorsten von Hammel aus Friesoythe von der Partylaune im Lande.

Inzwischen stellt die große Nachfrage nach Bier den Handel vor zunehmend größere Lieferprobleme. Thorsten von Hammel, Geschäftsführer des Getränkehandels von Hammel: „Durch die Fußballweltmeisterschaft ist die Nachfrage so stark gestiegen, dass fast alle Brauereien erhebliche Engpässe haben.“ So müssen die Fahrer der großen Lastwagen bei den Brauereien bereits längere Wartezeiten beim Beladen hinnehmen. Von Hammel: „Normalerweise warten unsere Fahrer bei Becks oder Krombacher eine Stunde, dann werden die Fahrzeuge beladen. Jetzt müssen sie vier bis acht Stunden warten, weil der Andrang so groß geworden ist.“

Will von Hammel, der auch die Gastronomie in der Region bedient, in diesen Tagen bei den Brauereien Fassbier laden, funktioniert das nur im Austausch gegen Leergut: „Da machen die Brauereien keine Ausnahme. Volle Bierfässer bekommt derzeit nur, wer in gleicher Zahl leere Fässer zurück gibt.“

Heinrich Pancratz spricht ebenfalls von Engpässen in den Brauereien. Als er am Donnerstag eine Lastwagenladung Bier kontrollierte, stellte er fest, dass der Gerstensaft am selben Tag abgefüllt worden war: „Das zeigt, dass es in den Brauereien eng wird. Die haben ein echtes Leergutproblem.“ Dennoch ist er in Sachen Bierversorgung optimistisch: „Wir können die Schützenfeste beliefern. Die sind nicht gefährdet.“

Günther Nordenbrock hat ebenso wie die meisten seiner Kollegen vorgesorgt. Seine Lagerhalle ist gefüllt. Renner sind die kleinen Fässer: „Partyfässer für die privaten Fußballfeten mit fünf, sechs oder elf Litern Inhalt sind sehr gefragt.“

Trotz der Lieferengpässe ist der Getränkehandel zufrieden. Nordenbrock und von Hammel übereinstimmend: „Die Weltmeisterschaft bringt allein beim Bier einen Mehrumsatz von bislang 20 Prozent.“

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