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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Das Becken immer fest im Blick

20.07.2019

Bösel Die Freibadsaison läuft. Die Hallenbäder sind verwaist, die Schwimmmeister könnten eigentlich zu Hause bleiben. Das könnte man meinen, entspricht aber nicht der Realität – zumindest nicht in Bösel. Denn dort tummeln sich auch im Sommer zahlreiche Wasserratten. Vor allem, wenn der „Doggy“, ein großer aufblasbarer Hund, im Becken ist, sind besonders viele kleinere Badegäste im Hallenbad anzutreffen. Alle 14 Tage kommt er donnerstags und in den Ferien auch öfter zum Einsatz. Dabei ist er mit seinen 14 Jahren schon älter, als die meisten Kinder, die auf ihm toben.

Tiefe verstellbar

„Es gibt keinen Sommer, in dem das Hallenbad leer ist“, sagt Matthias Raker. Und er muss es wissen, ist er in Bösel doch schon seit November 2005 als Schwimmmeister tätig. Zuvor war er 20 Jahre im Schwimmbad in Friesoythe beschäftigt. „Wenn die Freibadsaison anfängt, kann es zwar sein, dass hier weniger los ist. Drei bis vier Wochen später ist der Faktor Freibad aber nicht mehr so interessant und die Kinder kommen wieder hierher“, sagt der 53-Jährige. Viele Kinder würden auch nicht alleine mit dem Fahrrad so weit in die Schwimmbäder nach Friesoythe oder Cloppenburg radeln.

Badezeiten und Preise

Das Hallenbad in Bösel befindet sich an der Jahnstraße 14 und ist zu erreichen unter Telefon  04494/922897.

Badezeiten sind: Montag, 15 bis 16 Uhr (Wassertiefe 85 Zentimeter), 16 bis 18 Uhr (130 Zentimeter), 18 bis 20.30 Uhr (150, ab 16 Jahre); Dienstag, 6 bis 7.30 Uhr Frühschwimmen (180 Zentimeter), 15 bis 22 Uhr Rheumaliga (135); Mittwochs ist Warmbadetag, 16 bis 17 Uhr Eltern/Kind (50), 17 bis 18 Uhr (130), 18 bis 21 Uhr (150, ab 16 Jahren); Donnerstag, 6 bis 7.30 Uhr Frühschwimmer (180), 15 bis 16.30 Uhr (130), 16.30 bis 18 Uhr (180); Freitag, 6 bis 7.30 Uhr Frühschwimmer (180), 15 bis 16 Uhr (130), 16.30 bis 18 Uhr (180), 18 bis 20.30 Uhr (180, ab 16 Jahre); Samstag, 14.30 bis 16 Uhr (130), 16 bis 17 Uhr (180); Sonntag, 9 bis 10.30 Uhr (130), 10.30 bis 12 Uhr (150).

Eintrittspreise für Erwachsene: Einzelkarte zwei Euro, 15er-Karte 24 Euro, Jahreskarte 60 Euro; für Jugendliche/Kinder: Einzelkarte ein Euro, 15er-Karte elf Euro, Jahreskarte 25 Euro; Jahreskarte Familie 120 Euro

Infos auch unter https://boesel.de/freizeit-tourismus/sportstaetten/hallenbad.php

Raker ist in der Regel an sieben Tagen in der Woche im Einsatz. Lediglich im Januar ist das Bad für zwei Wochen wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Jeden Morgen kontrolliert er als erstes alles im Hallenbad. Dienstags bietet der Schwimmmeister nur Frühschwimmen an und hat an dem Tag ansonsten frei. „Das geht alles nur, wenn man vor Ort wohnt“, sagt der Böseler.

Denn er muss auch zwischendurch ins Bad, falls etwas nicht in Ordnung ist. Dennoch: „Mir macht es Spaß, vor allem auch der Kinderschwimmunterricht, den ich anbiete“, sagt er. Das Schulschwimmen übernehmen die Lehrer selber, die dafür eine Ausbildung haben. Der Vorteil des zehn mal rund 17 Meter großen Beckens: Seine Tiefe kann durch den Hubboden verstellt werden von 50 Zentimetern bis zu 1,80 Meter.

Doch was ist, wenn Raker einmal im Urlaub ist? Kein Problem, denn dafür ist jetzt Christian Eilers aus Bösel da. Der 36-jährige gelernte Schlosser wird seine Urlaubsvertretung übernehmen, im Krankheitsfall einspringen und ihn gelegentlich auch am Wochenende vertreten. Er ist eigentlich seit Oktober 2014 auf dem Bauhof der Gemeinde Bösel beschäftigt. Wegen seines Einsatzes im Bad wird er teilweise auf dem Bauhof fehlen. Aber die Gemeinde hat vorgesorgt und eine weitere Stelle auf dem Bauhof geschaffen. Das Besetzungsverfahren stehe kurz vor dem Abschluss, so die Gemeinde.

Erster längerer Einsatz

Eilers hat im April den Rettungsschwimmschein in Silber erworben und verfügt damit auch über eine Erste-Hilfe-Ausbildung. Dafür ist er extra im Februar in die DLRG-Ortsgruppe Garrel eingetreten und Mitglied geblieben. „Ein feiner Zug“, wie Raker sagt, der seinen neuen Kollegen in den vergangenen Monaten geschult hat, damit er die Betriebs- und Wasseraufsicht gewährleisten kann. Dazu gehörte auch die Einführung in die Schwimmbadtechnik.

Aber der 36-Jährige bringt auch Vorerfahrung mit. „Ich habe zu Hause einen großen, festen Pool und kenne mich mit Wasserwerten und dergleichen ein bisschen aus“, sagt Eilers, der im Hallenbad bereits ein paar Wochenenddienste übernommen hat. Ab dem 5. August wird er seinen ersten längeren Einsatz (14 Tage am Stück) haben, wenn Raker in Urlaub geht.

Er und Eilers haben das Becken immer im Blick – ob von der Schwimmhalle aus oder durch das große Fenster im Schwimmmeister-Raum. „Man merkt schon nach fünf Minuten, wenn jemand im Wasser ist, ob er öfter beobachtet werden muss“, sagt Eilers. Und während er das sagt, wandert sein Blick ganz automatisch wieder zum Becken.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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