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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

BV Cloppenburg bestätigt Schlingerkurs

15.11.2010

NORDHORN Wenn es noch einer Bestätigung bedurft hätte, dann war das 1:2 des BV Cloppenburg am Freitagabend bei Eintracht Nordhorn (die Nordwest-Zeitung berichtete) genau diese: Die Oberliga-Fußballer von der Soeste sind – wieder einmal – in eine handfeste Herbstkrise geschlittert.

Und das völlig unnötig. Den Grafschaftern hatte schon eine bestenfalls durchschnittliche Vorstellung gereicht, um den „BVC-Fluch“ zu verscheuchen. Mit einem Torverhältnis von 19:1 hatten die Cloppenburger alle acht vorangegangenen Vergleiche in der Liga gewonnen.

„Ich bin total stinkig. Das waren verschenkte drei Punkte. Anders kann ich es nicht ausdrücken“, grantelte Cloppenburgs Coach Jörg-Uwe Klütz. Er machte „Kleinigkeiten“ als Ursache für die vierte Niederlage im 15. Saisonspiel verantwortlich. Klütz trauert insbesondere der vergebenen Führung in der Anfangsphase, die der BVC dominiert hatte, hinterher. „Dio Ipsilos war sehr bemüht. Aber seine dicke Chance muss er einfach nutzen. Er muss früher schießen oder am Torwart vorbeikommen. Diese Szene war entscheidend.“ Der Grieche, der erstmals seit Wochen wieder erste Wahl war, dürfte sich genauso geärgert haben. Auch bei Sturmpartner Lincoln Assinouko war der Wurm drin. Er wirkte überspielt.

Als der BVC nach dem Anschlusstreffer Florian Greves in der Schlussphase endlich Druck entwickelte, offenbarte er Schwächen bei Standardsituationen. „Wir haben mehrere Ecken und Freistöße. Daraus müssen wir einfach Kapital schlagen“, sagte Klütz. Zudem kritisierte er die Körpersprache der Spieler. „Es sieht so aus, als würden wir im Sommer ansehnlichen Fußball spielen, aber mit dem aktuellen Wetter und den Platzverhältnissen nicht klar kommen. Es ist der falsche Weg, jede Situation spielerisch lösen zu wollen.“

Inzwischen befürchten nicht wenige im Cloppenburger Lager, dass das Team bis zur Winterpause noch zahlreiche Punkte liegen lassen und der Meisterschaftszug mal wieder ohne den BVC abfahren könnte. Keine Frage: Die Trainer sind gefordert. Das Ruder muss herumgerissen werden. Die Spieler müssen mehr Feuer versprühen und das Glück erzwingen.

Im bevorstehenden Heimspiel gegen Langenhagen ruhen die Hoffnungen auf Rogier Krohne. Der niederländische Torjäger hat seine Sperre abgebrummt. Sein Landsmann Kristian Westerveld wurde nach der Roten Karte gegen Northeim für drei Partien gesperrt. Klütz: „Sie sind für uns kaum zu ersetzen.“

Ohne eigenes Zutun gestaltete sich der Sonntag für die Cloppenburger angenehmer als erwartet. Der BVC bleibt Tabellenführer. Emdens Heimspiel gegen Hildesheim wurde abgesagt. Erzrivale VfB Oldenburg verlor beim immer stärker werdenden TuS Heeslingen gleich mit 1:3.

Eintracht Nordhorn - BV Cloppenburg 2:1 (2:0).

BV Cloppenburg: Tilling (3,5) - Alexander Baal (3,5), Eilers (4,0), Huisman de Jong (4,0), Leo Baal (4,0) - Niemeyer (4,0), Greve (3,0), Kosenkow (5,0, 75. Conrad), Römer (4,5, 59. Wangler, 4,5) - Ipsilos (4,0), Assinouko (5,0, 69. Kaiser).

Tore: 1:0 Sam (27.), 2:0 Höting (36.), 2:1 Greve (77.).

Ecken: 7:5.

Chancen: 5:6.

Fazit: Gegen keinesfalls in Bestform agierende Nordhorner hat der BVC sich wegen einer zehnminütigen Schwächephase eine vermeidbare Schlappe eingehandelt. Cloppenburg hatte 25 Minuten lang alles im Griff, ließ nichts zu und schrammte zweimal knapp an einem Treffer vorbei. Als dann Steve Sam Nordhorns bis dahin beste Aktion erfolgreich abschloss, zeigten sich die Gäste geschockt. Sie verloren defensiv den Überblick. Nach Sams Kopfball an die Latte (34.) erhöhte Nils Höting – sträflich ungedeckt – auf 2:0 (36.). Gegen tief stehende Grafschafter fiel dem BVC danach nichts mehr ein. Den Gästen gelang es nicht, vorne den Ball zu behaupten. Der gesperrte Rogier Krohne wurde schmerzlich vermisst. Im Mittelfeld fehlten die zündenden Ideen. Kevin Thiel verpasste in der 58. Minute die Entscheidung in einem schwachen Spiel. Erst als Florian Greve, bei dem noch am ehesten der Wille zur Wende zu erkennen war, nach 77. Minuten nach feiner Einzelleistung verkürzte, ging ein Ruck durchs Cloppenburger Team. Nordhorn geriet ins Schwimmen. Doch weder Andre Kaiser (86.), Stefan Conrad (86.) noch Greve (in der Nachspielzeit) nutzten ihre guten Möglichkeiten.

Spieler des Spiels: Nils Höting – Nordhorns 18-jähriger Youngster hatte einen immensen Aktionsradius. Kampfstark. Krönte seine Leistung mit dem 2:0.

Schiedsrichter: Lennart Dornieden – der in Osnabrück lebende Emsländer setzte mit der frühen und ein wenig überzogenen gelben Karte für Greve ein Zeichen. Brachte das Spiel ohne Mühe über die Bühne.

Zuschauer: 250.

Nächstes Spiel: Sonntag, 17 Uhr, an der Friesoyther Straße gegen den SC Langenhagen (die Anstoßzeit soll noch vorverlegt werden).

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