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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

BVC-Blamage lässt Trainer vor Wut überkochen

24.03.2014

Cloppenburg /Hamburg Die (noch) gute Platzierung ist den Regionalliga-Fußballern des BV Cloppenburg offenbar zu Kopfe gestiegen. Nach vier ungeschlagenen Partien sollte die 2:5-Heimschmach gegen Weiche Flensburg am Sonnabend beim Abstiegskandidaten Nummer eins Victoria Hamburg ausgebügelt werden, um gar nicht erst in einen Negativlauf zu geraten. Doch der Schuss ging nach hinten los. Nach einer unterirdischen Vorstellung vergeigten die Spieler des Trainerduos Jörg-Uwe Klütz/Mario Neumann den Kick auf dem holprigen Rasen des Stadions Hoheluft mit 1:2 (siehe Bericht auf Seite 13).

Fast fluchtartig verließen die Cloppenburger den Platz. Draußen tauschten sich Klütz und Neumann mit Schaum auf den Lippen aus. Neumann war sogar schon kurz vor dem Schlusspfiff kurzzeitig in die Katakomben geflüchtet. „Das war einfach nur Scheiße und hatte mit Fußball nichts zu tun“, tobte Klütz, der während des Spiels wie Neumann immer wieder vor Wut übergekocht war. Kurioserweise mochte der Übungsleiter von einer mangelnden Einstellung nichts wissen. „Daran lag’s nicht. Vielmehr waren wir einfach immer wieder viel zu unkonzentriert.“ Den größeren Siegeswillen legten allerdings die Elbstädter an den Tag.

Strafmaßnahmen sind aber offenbar nicht geplant: „Wir lassen die Spieler nicht mehr arbeiten gehen und werden jetzt jeden Vormittag trainieren“, übte sich Neumann in Sarkasmus. Fakt ist, dass die Cloppenburger nie Zugriff auf die stark ersatzgeschwächten Gastgeber bekamen. Dabei war der Optimismus vor dem Anstoß groß gewesen. Vizepräsident Markus Weigel und die verletzten Sigi John und Andreas Gerdes-Wurpts prophezeiten einen klaren Sieg.

Apropos John. Der Schlussmann wird noch einige Wochen länger ausfallen. „Eine weitere Untersuchung hat ergeben, dass ich einen Muskelfaserriss habe“, erklärte der Emsländer. Seine Zukunft sieht John derweil in Cloppenburg. „Ich bin im August mit meinem Studium durch. Sofern es beruflich passt, würde ich gerne beim BVC bleiben.“

Zurück zum Gemurkse auf dem Platz. Als die Gastgeber das Risiko steigerten und die eingewechselten Jonas Wangler und Milad Faqiryar beim BVC für ein wenig frischen Wind sorgten, wollten die Cloppenburger in der 77. Minute schon das 2:1 bejubeln. Von Wangler stark in Szene gesetzt, rannte Tim Wernke allein Richtung Victoria-Tor und umkurvte Keeper Tobias Grubba, um die Kugel dann ans Außennetz zu befördern. „Den muss Tim einfach machen“, so Klütz. In der 87. Minute tankte sich Faqiryar an der Torauslinie durch, fand aber keinen Abnehmer. Nach dem direkten Gegenzug lag der Ball auf der anderen Seite im Netz. „Es ist schon unglaublich, auswärts so kurz vor Schluss durch einen Konter zu verlieren“, grantelte Klütz. Dabei bot sich dem BVC sogar noch eine gute Freistoßchance. Torhüter Stefan Tilling war ebenfalls mit in Victorias Strafraum gesprintet.

Doch der Weg war umsonst. Malte Beermann hob das Spielgerät weit über die Torlatte Richtung Eppendorfer Klinikum. „Diese Szene war typisch für unseren Auftritt“, zeigte sich Klütz fassungslos. Zu allem Überfluss sah Kristian Westerveld auch noch die fünfte Gelbe Karte und muss nun pausieren.

BVC mutiert als zahnloser Tiger zum Aufbaugegner für Victoria Hamburg

Victoria Hamburg - BV Cloppenburg 2:1 (1:1).

BVC Tilling (3,0) - Steidten (5,0), Willen (4,0), Thoben (4,0), Olthoff (4,5) - Westerveld (4,0), Beermann (5,5), Gerdes (5,0, 71. Faqiryar), Kosenkow (5,0) - Scherping (5,5, 61. Wangler), Wernke (5,0). Tore 1:0 Subasic (25.), 1:1 Gerdes (32.), 2:1 Schulz (88.). Ecken 6:12. Chancen 4:4. Taktik/Personal Der BVC nach dem 2:5 gegen Weiche Flensburg mit nur einer Änderung. Youngster Andre Thoben ersetzte den verletzten David Niemeyer in der Innenverteidigung. Der eigentlich als Niemeyer-Ersatz vorgesehene Tim Hofmann war krank. Taktisch setzte Trainer Jörg-Uwe Klütz erneut auf ein „4-4-2“, in dem Paul Kosenkow erneut auf der linken Außenbahn begann. Victoria Hamburg – ohne sechs Stammkräfte angetreten – mit drei Änderungen gegenüber dem 1:2 in Havelse. Taktisch setzte Coach Lutz Göttling ebenfalls auf ein „4-4-2“. Fazit Gegen die als Schlusslicht angetretenen und unter extremem Druck stehenden Hamburger fand der BVC zu keinem Zeitpunkt die richtige Einstellung. Das Klütz-Team, in dem Torhüter Stefan Tilling bester Spieler war, agierte gegen einen in seinen Möglichkeiten limitierten Gegner über 90 Minuten konzept- und ideenlos und leistete sich eine rekordverdächtige Quote an Stockfehlern, Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten. Da die Hamburger den Sieg vor allem nach der Pause mehr wollten, ging dieser in einem typischen Remis-Spiel, das Regionalliga-Ansprüchen in keiner Phase genügte, am Ende sogar in Ordnung. Spieler des Spiels Robert Subasic - Der Ex-St. Paulianer im Victoria-Trikot setzte seine Schnelligkeit immer wieder ein und beschäftigte die BVC-Abwehr. Traf zum 1:0 und bereitete das späte 2:1 mit einem fulminanten Antritt vor. Schiedsrichter Stefan Brauer (Hildesheim) - Trotz der vielen Zweikämpfe jederzeit Herr der Lage. Machte kaum Fehler. Die Gelbe Karte für BVC-Kapitän Kristian Westerveld (43.) war zwar hart, aber vertretbar. Note: 2,5. Zuschauer 203. Nächstes Spiel An diesem Freitag, 19.30 Uhr, an der Friesoyther Straße gegen Werder Bremen II.

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