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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

BVC Cloppenburgs größte Baustelle

26.05.2015

Cloppenburg Schwarzes Wochenende für den BV Cloppenburg. Am finalen Spieltag der Fußball-Regionalliga Nord rutschten die Soestestädter durch eine 0:2 (0:2)-Heimniederlage gegen die damit den Titel feiernde Bremer Zweitvertretung auf den ersten Abstiegsplatz ab (siehe Bericht auf Seite 27). Und nach dem Spiel wurde – bittere – Realität, was die meisten BVC-Getreuen ohnehin schon erwartet hatten. Trainerlegende Jörg-Uwe Klütz gab nach der Partie seinen Ausstieg an der Friesoyther Straße bekannt.

Frühe BVC-Gegentreffer lassen Glaube an Sensation Schnell schwinden

BV Cloppenburg - SV Werder Bremen II 0:2 (0:2).

BV Cloppenburg Meyer (3,0) - Wohlfahrt (3,5), Willen (3,0), Niemeyer (4,0), Olthoff (4,5) - Westerveld (4,0), Köster (4,0) - Gerdes (4,0, 77. Gerdes-Wurpts), Thomes (3,5), Abramczyk (4,0, 52. Schmiederer, 3,5) - Wernke (4,0).

Tore 0:1 Bytyqi (4.), 0:2 Bytyqi (23.).

Personal/Taktik Der BVC nach dem 2:3 in Lüneburg überraschend wieder mit Abwehrchef Christian Willen für den verletzten Marius Krumland. Zudem übernahm Michael Abramczyk den Part in der offensiven Mittelfeldzentrale für den gelb-gesperrten Jonas Wangler. Taktisch blieb es beim „4-2-3-1“. Bremen II mit einem klassischen „4-4-2“ gegenüber dem 7:0 gegen FT Braunschweig mit drei Änderungen

Ecken 6:5.

Chancen 5:5.

Fazit Der BVC legte sich das frühe 0:1 nach einem Niemeyer-Blackout quasi selber ins Netz. Auch nach dem schnellen 0:2 steckte die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt auf und hielt ordentlich mit. Es fehlte allerdings offensichtlich der Glaube, die Wende noch packen zu können. Mehrere Chancen zum Anschlusstreffer wurden leichtfertig ausgelassen. So ging der Sieg der spieltechnisch besseren aber keinesfalls übermächtigen Bremer unter dem Strich in Ordnung.

Spieler des Spiels Leon Guwara - Bremens Linksverteidiger bestach durch Zweikampfstärke, Technik und Schnelligkeit. Initiierte zahlreiche Angriffe.

Schiedsrichter Dennis Krohn (Reinbek) - ohne Mühe in einem fairen Spiel. Note: 3,5.

Zuschauer 687.

„Ich habe mich soeben von der Mannschaft verabschiedet“, gab der langjährige Sympathieträger gewohnt kurz und knackig seinen Abschied zu Protokoll. Zugleich bedankte sich der Artländer bei seinem Weggefährten Mario Neumann – der künftige Meppener Co-Trainer war vor dem Bremen-Spiel offiziell verabschiedet worden – für die Zusammenarbeit. „Danke Mario für alles. Wir haben als Trainer sieben Jahre gemeinsam verbracht. Die Zeit als Spieler mitgerechnet sind wir rund 16 Jahre durch Dick und Dünn gegangen.“

Anstatt Abstiegsstimmung gab’s im VIP-Raum über der Haupttribüne tosenden Applaus. In Cloppenburg läuft halt alles anders. Bevor derweil Bremens Meistercoach Alexander Nouri seine Eindrücke vom Spiel schildern durfte, stürmten seine Spieler die Lokalität und versprühten jede Menge Bier und Sekt.

Nouri nutzte die Gelegenheit, um die „jahrelange hervorragende Arbeit“ von Klütz und Neumann zu loben. Und er versprach, dass die Werderaner alles versuchen werden, um sich in der Aufstiegsrelegation an diesem Mittwoch und Sonntag gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach durchzusetzen. Bleibt zu hoffen, dass der letzte BVC-Strohhalm nicht auch noch abknickt. Offen ließ Nouri, ob sein Team noch mit Spielern aus dem Bundesligakader „hoch-getunt“ wird. „Das muss ich noch mit unserem Cheftrainer Viktor Skripnik besprechen.“

Bleibt die spannende Frage, wie es beim BVC weitergeht. Nicht gerade wenige der ohnehin wenigen treuen Anhänger befürchten ein Chaos und nach dem Trainer- auch einen Spielerexodus. Präsidium und Aufsichtsrat machen nach außen hin weiter kategorisch dicht. Fest steht, dass nunmehr schleunigst aber auch mit viel Fingerspitzengefühl ein neues Trainerteam verpflichtet werden muss. Bewerbungen liegen stapelweise auf dem Tisch. Und es gilt zumindest, das Gros des Kaders zusammenzuhalten. In der Kreisstadt gibt es gegenwärtig fraglos genügend Baustellen. Der BVC droht für die nächsten Wochen die größte zu werden.

Mit Tim Wernke und Christian Hegerfeld (beide zum Landesligisten BW Lohne) sowie dem Dauer-Rekonvaleszenten Karim Raho (zurück zu Werder Bremen) sind drei Abgänge fix. „Ich habe nicht gehört, dass ein weiterer Spieler abgesagt hat“, erklärte Klütz. Der Ex-Coach ging sogar noch weiter. „Ich bin ziemlich sicher, dass der BVC selbst im Abstiegsfall über eine Mannschaft verfügen wird, die um den sofortigen Wiederaufstieg mitspielen kann.“

Dem Vernehmen nach liegen den meisten Spielern Angebote sowohl für die Regional- als auch die Oberliga vor. Wie aus Spielerkreisen verlautete, sollen die Regionalligaofferten allerdings mit Gehaltsabstrichen im Bereich von 15 Prozent verbunden sein.

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