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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Historie: BVC-Team lässt Fußballwelt aufhorchen

28.08.2015

Cloppenburg Fußballfans aus dem Cloppenburger Raum mussten in der unmittelbaren Nachkriegszeit keine großen Reisen unternehmen, um bekannte Spitzenteams zu sehen. Top-Mannschaften kamen, weil sie im Oldenburger Münsterland „fürstlich“ entlohnt wurden – in Naturalien.

Butter und Fleisch standen direkt nach dem Ende des zweiten Weltkrieges hoch im Kurs. Und so verließen die prominenten Fußballclubs ihre zerbombten Städte, um für Fleisch und Kartoffeln Eckbälle in den Strafraum zu pfeffern. Teams wie Werder Bremen (3:4) und der VfL Osnabrück (3:5) machten mit ihren Spielen beim BV Cloppenburg den Anfang. Die Partien wurden zu Kassenschlagern, und der BVC bot starke Leistungen, die auch überregional ihre Beachtung fanden.

Mitte August 1946 wurde Westfalia Herne in Cloppenburg vorstellig. Im Vorfeld wurden in Cloppenburg Flugblätter gedruckt, die das große Spiel ankündigten. Die Herner waren in einer starken Verfassung. Sie hatten zuvor Schalke 04 3:1 geschlagen, gegen die SpVgg Fürth (2:1) und Borussia Dortmund (3:2) ebenfalls Siege eingefahren.

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Aber in Cloppenburg gab es für Herne einen auf die Mütze. Obwohl Westfalias damaliger Geschäftsführer im Vorfeld angekündigt hatte, dass man mit der stärksten Mannschaft antreten werde. Dennoch unterlag der Gast vor stattlicher Kulisse von 7000 Zuschauern mit 1:2. Das Rückspiel in Herne ging aber mit 3:2 an die Westfalia. Im Herbst 1946 gastierte Schalke 04 in Cloppenburg. Erneut zeigte der BVC seine Klasse und erkämpfte ein 2:2. Für den BVC trafen vor 10 000 Zuschauern Werner „Karo“ Kluge und Josef Hornauer.

Ein Höhepunkt in der damaligen Zeit wäre auch das Rückspiel des BV Cloppenburg gegen eine englische Soldatenmannschaft der Royal Air Force gewesen. Im Hinspiel erkämpfte sich der BVC ein 1:1. Die Begegnung hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit die 10 000-Zuschauer-Marke locker überschreiten können, da die Engländer ihr Team mit zahlreichen Fußball-Profis, die in Deutschland stationiert waren, verstärkten wollten. So fanden sich in der vorläufigen Anfangsformation Spieler vom FC Chelsea, dem FC Liverpool, Leeds United oder aus Nottingham wieder. Der BV Cloppenburg plante, mit folgender Elf aufzulaufen: Boxberger, Strop, Thobe, Bockhorst, Eckhoff, Liedtmeyer, Ording, Derwall, Klüsener, Lübbe und Friedrich. Beim Spieler Derwall handelte es sich übrigens um den späteren Nationalspieler und Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Jupp Derwall hatte es nach Kriegsende für kurze Zeit nach Cloppenburg verschlagen. Geleitet werden sollte die Begegnung vom englischen Top-Referee Hughes aus Newcastle. Doch schlussendlich kam das Spiel nicht mehr zustande. Der genaue Grund lässt sich nicht mehr ermitteln. Vermutlich hatte es kurzfristig Terminschwierigkeiten gegeben.

Der guten Form des BVC tat dies keinen Abbruch, obwohl die Elf Woche für Woche in anderer Besetzung auflief. Im Spätsommer 1947 wurden die Offenbacher Kickers 2:1 geschlagen. Dabei feierte der damals 17-jährige Adolf Scheidt sein Debüt in der ersten Mannschaft Cloppenburgs. In Fußballschuhen, die er von einem Soldaten der Royal Air Force geschenkt bekommen hatte.

An Ostern 1948 machte Cloppenburg erneut als Favoritenschreck von sich Reden und bezwang den VfR Mannheim sensationell mit 3:2. Dabei waren die Süddeutschen sogar mit dem dreifachen Nationalspieler Karl Striebinger angereist. Der Sieg erstaunte die nationale Fachwelt und ist im Nachhinein umso höher einzuschätzen, da die Mannheimer nur ein Jahr später Deutscher Meister wurden.

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