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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

BVC tritt Triplesieger trotzig entgegen

14.02.2014

Cloppenburg Die eine Mannschaft ist amtierender Champions-League-Sieger, Deutscher Meister, DFB-Pokalgewinner und schon wieder mitten im Titelkampf, die andere gerade erst in Liga eins aufgestiegen und im Tabellenkeller. Na und? Die Fußballerinnen des BV Cloppenburg rechnen sich vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg an diesem Sonnabend (13 Uhr/live auf Eurosport) trotzdem Siegchancen aus. „Natürlich ist die Partie ein Bonusspiel, das wir nicht gewinnen müssen. Aber möglich ist es schon, schließlich haben wir mit Turbine Potsdam mitgehalten. Außerdem gab es in dieser Bundesliga-Saison doch schon einige Überraschungen“, sagt BVC-Trainerin Tanja Schulte. „Zum Beispiel hat Jena 1:1 gegen Wolfsburg gespielt und Duisburg 1:0 in München gewonnen.“

Der Sieg des ehemaligen FCR, der inzwischen im MSV Duisburg aufgegangen ist, macht den Cloppenburgerinnen zwar auf der einen Seite Mut, ärgert sie aber auf der anderen Seite auch. Schließlich konnte das Ruhrpott-Team dank der nicht eingeplanten Punkte wieder am BVC vorbeiziehen. Sollte die Schulte-Elf mit leeren Händen aus Wolfsburg zurückkehren, müsste sie als Drittletzter und nur einen Punkt vom ersten Abstiegsplatz entfernt in die letzten zwölf Spiele gehen.

Dennoch stehe vor allem Wolfsburg unter Druck, meint Schulte. Und dass der VfL das Nachholspiel gewinnen muss, ist nicht von der Hand zu weisen. Schließlich ist er zurzeit nur Dritter und fünf Punkte von Spitzenreiter 1. FFC Frankfurt entfernt.

„Wir können natürlich jeden Punkt gut gebrauchen“, sagt Schulte. Die 38-Jährige schaut aber auch schon auf die zwei folgenden Spiele gegen direkte Konkurrenten: „Wir müssen in Wolfsburg vor allem in Tritt kommen, damit wir dann zu Hause gegen Freiburg und Essen gut aussehen.“

Gut ausgesehen hat der BVC in der Vorbereitung auf jeden Fall. Mit klaren Siegen gegen unterklassige Teams und dem 1:0-Erfolg in der Generalprobe gegen den Zweitliga-Siebten SV Meppen konnte Schulte zufrieden sein. Nicht aber mit der letzten Trainingswoche:

„Wegen der Nationalmannschaftsabstellungen haben mir sieben Spielerinnen gefehlt. So kann man sich natürlich auf ein Spiel nicht perfekt vorbereiten“, sagt die BVC-Trainerin. Immerhin sind die Nationalspielerinnen gesund zurückgekehrt. Die so enorm wichtige Vanessa Bernauer war für die Schweiz noch nicht einmal zum Einsatz gekommen, was Schulte natürlich freute. „Vanessa ist ausgeruht.“ So wird neben den Langzeitverletzten wohl nur Marta Stobba (Knieprobleme) noch einmal aussetzen.

Zwar liegen nun auch die Spielgenehmigungen für die beiden neuen Torhüterinnen Barbara do Monte und Anna Sieloff vor, die Nummer eins dürfte aber zumindest vorerst Dominika Wylezek bleiben. Sie hat nicht nur im Spiel gegen Meppen einen starken Eindruck hinterlassen: „Sie ist durch die Konkurrenz noch stärker geworden, deshalb tendiere ich zu ihr. Aber wer weiß, was ist, wenn vor allem Barbara körperlich noch fitter geworden ist“, sagt Schulte.

Die hatte im letzten Testspiel zwar Nina Brüggemann wieder eingesetzt, allerdings auf der Sechserposition. Die Innenverteidigung bildeten wieder Imke Wübbenhorst und Virginia Kirchberger. Auf den Außenverteidigerpositionen hinterließen Daniela Löwenberg und vor allem Verena Aschauer einen guten Eindruck. Als Sechser dürften wieder Ester und Bernauer auflaufen, vorne läuft wohl alles auf Mandy Islacker hinaus. Viele Chancen wird sie aber wohl nicht bekommen. Der VfL ist defensivstark. Er hat erst sechs Tore in neun Spielen kassiert – so wenige wie kein anderes Erstliga-Team.

Vielleicht bekommt ja aber die eine oder andere Mittelfeldspielerin die Möglichkeit, aus der zweiten Reihe draufzuhalten. Etwa Sofia Jakobsson, die kurz vor der Pause des Meppen-Spiels wegen einer Zerrung ausgewechselt worden war, aber wieder spielen kann. Sie ist wie Agnieszka Winczo, die unter der Woche für Polen aktiv war, laufstark. Aylin Yaren und Marie-Louise Bagehorn zeigten im Duell mit den Emsländerinnen wieder einmal ihre technischen Fähigkeiten. „Beide haben in der Vorbereitung überzeugt. Sie wissen jetzt, dass man im Abstiegskampf nicht immer schön spielen kann“, lobt Schulte Bagehorn und Yaren, die ihre Stammplätze im Herbst verloren hatten.

Wer am Ende tatsächlich aufläuft, können wesentlich mehr Zuschauer als sonst sehen. Schließlich überträgt der Fernsehsender Eurosport – die Sendung soll um 12.45 Uhr beginnen – die Partie. Das sieht Schulte allerdings nicht als Problem für ihre Spielerinnen an: „Vor dem Spiel ist das ein Thema. Aber ich gehe nicht davon aus, dass das in der Partie eine Rolle spielt“, sagt Schulte. Große Nervosität ist aber auch das Letzte, was der BVC beim Triplesieger gebrauchen kann . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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