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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Erinnerung: „Budde“ in OM-Region bestens bekannt

21.11.2020

Cloppenburg Am 22. November 1950 bestritt die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Stuttgarter Neckarstadion vor über 100 000 Zuschauern ein Länderspiel gegen die Schweiz. Deutschland gewann dank eines Elfmetertores von Herbert Burdenski 1:0.

Klingt nicht gerade spektakulär, doch Herbert „Budde“ Burdenski (damals Werder Bremen) schrieb mit diesem Treffer Geschichte. Es war nämlich ein geschichtsträchtiges Datum, denn auf den Tag genau im Jahr 1942 hatte Deutschland zuvor sein letztes Länderspiel in Preßburg (heute Bratislava) gegen die Slowakei bestritten.

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Burdenski war in jenen Jahren ein häufiger Gast in der OM-Region. Er arbeitete für ein Bremer Tabakwarenunternehmen und bereiste als deren Vertreter weite Teile des Nordwestens, um dort in Gastwirtschaften, Lebensmittel-Läden und bei Tabakhändlern seine Geschäfte zu tätigen. Unsere Redaktion hat sich auf die Spuren von Herbert Burdenski im Oldenburger Münsterland begeben.

Bei unserer Recherche wurde schnell klar, dass Burdenski oft im Landkreis Vechta unterwegs war. Und zwar nicht nur als Vertreter, sondern auch als Trainingsgast bei Fußballclubs. So veröffentlichte die NWZ in ihrer Ausgabe vom 14. Juli 1951 in der Rubrik „Kurz gemeldet“ für den Bereich Goldenstedt folgende Zeilen: „Nationalspieler Burdenski wird in der nächsten Woche am Training von TuS ,Frisia’ teilnehmen.“ Doch es war nicht der einzige Club , in dem Burdenski als Trainingsgast mitwirkte. In der Chronik des TV Dinklage zum einhundertjährigen Bestehen des Clubs findet sich auf Seite 101 auch eine Anekdote über den ehemaligen Spieler des FC Schalke 04 und von Werder Bremen. Dort wird auch berichtet, dass Burdenski am Training des TVD teilnahm.

Burdenski-Geschoss

Dass „Budde“ seinerzeit über einen harten Schuss verfügte, bekam der TVD-Akteur Heinz Ostendorf schmerzvoll zu spüren. Bei der Ausübung eines Freistoßes stand besagter Ostendorf in der Flugbahn des Balles und wurde hart getroffen. Er brauchte eine Weile, um sich zu berappeln. Als er anschließend wieder in die Mauer sollte, hatte Ostendorf jedoch die Faxen dicke gehabt und kam der Aufforderung nicht nach. Er wollte sich schließlich kein zweites Mal abschießen lassen.

Im Landkreis Cloppenburg war Burdenski auch oft als Vertreter der Tabakwaren-Firma unterwegs. In Elsten besuchte er den Lebensmittel-Laden der Familie Beckmann. Deren Sohn Marcel erinnerte sich im Gespräch mit unserer Redaktion im Sommer 2015 noch gut an Burdenski zurück. „Er war immer sehr fein angezogen und hatte viel zu erzählen. Das war schon etwas Besonderes, wenn so ein bekannter Fußballer in den Laden kam“, erinnerte sich der Kaufmann. Wenn Burdenski Station im Landkreis Cloppenburg machte, übernachtete er auch im Hotel Taphorn in Cloppenburg.

Taphorn Erzählt

„Mein Vater hat mir erzählt, dass Herbert Burdenski hier war, als mir mal eine Autogrammkarte seines Sohnes Dieter Burdenski in die Hände gefallen war. Da erzählte mir mein Vater, dass der Vater von Dieter ebenfalls Nationalspieler gewesen war“, berichtet Thomas Taphorn auf Nachfrage unserer Redaktion.

Die Gastwirte und Tabakhändler im Südoldenburger Land waren ganz angetan von dem prominenten Vertreter. „Is´n netter Kerl“, heißt es kurz und bündig in der Nordwest-Zeitung vom 15. Dezember 1951.

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