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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Vor 50 Jahren starb BVC-Ikone Theo Eder

21.07.2018

Cloppenburg Vor 50 Jahren starb Theodor Eder, den fast alle Theo nannten. Der Kaufmann aus Süddeutschland prägte über viele Jahre das Vereinsleben beim jetzigen Fußball-Oberligisten BV Cloppenburg. Der am 23. Februar 1906 in der Nähe von München geborene Eder kam 1945 nach Cloppenburg. „Seine Frau Käthe war eine gebürtige Bremer und kam aus Cloppenburg“, erinnert sich BVC-Trainerlegende Klaus Ebel an den Grund, warum es Eder von Süddeutschland aus in den Norden verschlug.

Eders große Leidenschaft war der Fußball, und schnell schloss er sich dem ortsansässigen BVC an. Er spielte bei den Altherren, übernahm später sogar einen Vorstandsposten im Verein, und war auch als Schiedsrichter aktiv. Bekam er während eines Einsatzes als Schiedsrichter von einem Spieler mal langen Hafer, weil dieser mit Eders Regelauslegung nicht einverstanden war, nahm Eder dies stets mit Humor. „Das darf eigentlich nur meine Frau zu mir sagen“, soll er dann stets mit einem Augenzwinkern zu den meckernden Spielern oder Zuschauern gesagt haben. Der einstige BVC-Spieler Theo Rüve kennt die Anekdote aus Eders Zeit als Schiedsrichter. Theo sein ein Mann mit Humor gewesen.

Eder ließ sich viel für den BV Cloppenburg gefallen. „Er war eine Art Sponsor“, erinnert sich Rüve. Doch wohl nicht zu vergleichen mit vielen Mäzen der heutigen Generation, die phasenweise ihr Geld mit beiden Händen zum Fenster hinauswerfen, auf der Jagd nach schnellen, sportlichen Erfolgen. „Bei Theo konnte man als Spieler stets Gehör finden, aber finanzielle Zuwendungen bekam man von ihm nicht“, betont Rüve. Rüve ist auch nicht bekannt, dass er den Spielern Jobs verschafft, oder sie zu anderen Firmen vermittelt habe.

Die Möglichkeiten dazu hätte er sicherlich gehabt. „Er hatte eine Tankstelle am Bahnhof“, erinnert sich Ebel. Zudem sei er auch im Heiz- und Motorenölgeschäft tätig gewesen. Ein Mann, für den der BVC stets mehr war als nur ein Eintrag im Vereinsregister. Eder habe sich wirklich um die Belange des Vereins gekümmert, sagt Rüve. Insgesamt 18 Jahre war er als zweiter Vorsitzender des Clubs tätig, heißt es in einer BVC-Chronik aus dem Jahr 1969.

Bis Ende Mai 1967 war er in dieser Funktion für den BVC aktiv, ehe er darum bat, ihn von seinem Amt aus gesundheitlichen Gründen zu entbinden. So steht es in der NWZ-Ausgabe vom 23. Mai 1967. Sein Nachfolger wurde Heinz Liedtmeyer. Aufgrund seiner Verdienste ernannte der BVC Eder zum Ehrenvorsitzenden.

Für sein großes Engagement verlieh ihm der Verein auch die goldene Ehrennadel. Vom Niedersächsischen Fußballverband bekam er die silberne Ehrennadel überreicht. Eder trainierte auch eine Zeit lang den BV Bühren. Mit dem BVB gelang ihm in der Saison 1954/1955 die Meisterschaft in der Kreisklasse Süd. Anschließend machten die Bührener um Coach Eder in der Relegation gegen Viktoria Reekenfeld (1:1, 2:1) den vielumjubelten Aufstieg in die Bezirksklasse perfekt.

Da Eder in jungen Jahren selbst bei einem Verein in Nürnberg am Ball war, war er ein Fan vom 1. FC Nürnberg. Noch zu Zeiten der Oberliga Süd, damals die höchste Spielklasse in Deutschland, reiste Eder gerne nach Nürnberg, um die damaligen „Clubberer“ spielen zu sehen. Er reiste nicht alleine. „Mehrere gute Freunde lud er in sein Auto. Und ab ging die Post“, erinnert sich Ebel und lacht. Ebel kann sich deshalb so gut daran erinnern, weil sein Vater Bruno, zu den damaligen Reisegefährten Eders gehört hat. „Ich habe das Bild noch gut vor Augen, wie mein Vater in Theos Auto einstieg.“

Als Theo Eder am 21. Juli 1968 starb, verlor der BVC eines seiner Aushängeschilder. Am Tag seiner Beerdigung, es war der 25. Juli 1968, taten sich zu späterer Stunde auf dem Beerdigungskaffee von Eder einige ehemalige Aktive des BVC zusammen und gründeten eine Altherren-Riege. Eine Idee, die Eder bestimmt gefallen hätte.

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